Now Playing: Begin - Sanshin no hana
Nein, das war es dann doch nicht. Anstatt lauter Leute, die “mein Leben!” riefen, drängten sich Touristen en masse durch das Museum, das sich im Inneren der Burg Osaka befindet.
Ein wunderschöner Tag mit wirklich tollem Wetter bot sich mir beim Blick aus dem Hotelfenster dar. Grund genug, die Stadt weiter zu erkunden und selber ein guter Tourist zu sein. Geldtechnisch sah es ja nicht so rosig aus, also musste ich mich für eine Sehenswürdigkeit entscheiden. Selbstverständlich kam nur die Burg des wackeren Toyotomi Hideyoshi in Frage. Auch wenn das Gebäude nur ein Betonnachbau ist, beeindruckt die Lage und das äußere Erscheinungsbild sehr. Man muss sich vorstellen, dass der größte Stein, der Takoishi, ca. 130 Tonnen wiegt und damals dorthin geschafft wurde. Mehr zur Burg erfahrt ihr hier.
Burg Osaka als grüne Oase im Zentrum.
Der gesamte Park ist wirklich schön und dementsprechend viele Leute waren unterwegs. Ich hatte bisher an keinem anderen Platz so viele (westlich aussehende) Ausländer gesehen, also scheint das Gebäude die Topsehenswürdigkeit in Osaka zu sein. Treppensteigen mag wohl keiner, weder Japaner, noch Ausländer, denn ich war der einzige, der die 8 Stockwerke über die Treppe erklomm. Die anderen warteten lieber 20 Minuten auf den Lift. In der Burg befindet sich ein Museum, das sich auf die Geschichte der Burg, sowie auf das Leben von Toyotomi Hideyoshi, konzentriert. Es gab eine Menge interessanter Sachen zu sehen, aber leider war das Fotografiern nicht erlaubt. Manche hat es eh nicht interessiert, meinte doch eine ca. 18-jährige Göre neben mir “Who cares about that shit anyway?” beim Anblick des grandiosen Stellschirms, auf dem die Sommerschlacht von Osaka dargestellt wurde. Komisch.
Egal, mir hat es sehr gut gefallen und es war interessant. Auf dem Gelände der Burg waren noch lauter andere Sachen zu bestaunen, aber als die Sonne weg war, wurde es ruck-zuck fies kalt, und deshalb ging es erneut zum Bahnhof Osaka mit dem abgefahrenen Yodobashi-Umeda.
Burg Osaka.
Wappen der Toyotomi, ich.
Takoishi, Chinese, ich.
Auf dem Gelände der Burg. Schön, wa?
Nach so viel klassischer Kultur musste dann ein wenig Popkultur her. Vor Yodobashi Umeda konnte ich eine japanische Wall Of Death beobachten…wirklich interessant. Mit Koffer kommt man sich da übrigens vor wie der letzte Asi, ungefähr so gehasst wie mit Fahrrad in der Kölner Strassenbahn.
Knallharter Pit, fast wie bei Hatebreed.
In Yodobashi Umeda fand wieder der übliche Shoppingterror statt. Mit gemütlichem Einkaufsbummel hat das wenig zu tun, aber hey…die Sachen müssen an den Mann gebracht werden, zur Not mit Megafon.
Der etwas andere Saturn.
Video: Aggro-Shopping! (11,5 MB)
Video: Gute Kinder (17 MB)
Abends musste ich dann raus in die Kälte und ein wenig herumlungern, da mein Nachtbus nach Tokyo erst um 23.50 fuhr. Eine Hardcoreband rebellischer Jugendlicher spielte direkt vor dem Bahnhof Osaka auf, natürlich ebenso ungefragt wie ungenehmigt. Sofort eilten Polizisten aus allen Ecken herbei, um die Bande zu vertreiben. Lustigerweise durfte das Mädel, das nur ein paar Meter entfernt ein Ständchen gab, weitersingen.
Video: Rockerbande im Konflikt mit dem Gesetz. (9 MB)
Video: Mädels in kurzen Röcken dürfen weitersingen. (13 MB)
Danach ging es auch schon los, auf zur Bushaltestelle und somit endete mein zweiter Aufenthalt in Osaka. Eine tolle Stadt.









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