Archiv für Februar 2008
Geschrieben von: admin in Allgemein
Und schon der nächste Eintrag!
Mittlerweile habe ich mich an den Ablauf hier gewöhnt. Ich könnte bestimmt schneller und besser arbeiten, aber ich stelle immer dumme Fragen oder mache absichtlich etwas falsch, damit Ken nicht auf die Idee kommt, mich alles alleine machen zu lassen, was er nur allzu gerne machen würde. Ideen hat der Mann viele, aber kosten dürfen sie auf keinen Fall etwas und am allerbesten wäre es, wenn er nichts zu deren Umsetzung beitragen müsste. So nicht, Freundchen. Das war es auch schon mit der Arbeit. Obwohl sie den größten Teil der Zeit einnimmt, erzähle ich lieber von den anderen Sachen, die ich so mache. Heute zeigte Ken Dana und mir die direkte Umgebung. Die Lodge liegt auf einer Anhöhe, schön eingebettet in eine kleine Wohnsiedlung am Rande des Waldes. Von der Lodge aus sind es nur 5 Minuten Fußweg zu einem Onsen, was sehr praktisch ist. Dort gibt es auch ein Restaurant, in dem fast ausschließlich heimische Bewohner zu Gast seien, angeblich ein Geheimtipp. Im Gegensatz zu dem Onsen habe ich das aber noch nicht ausprobiert. Ein paar Hundert Meter den Berg hoch liegen die Kirifuri Falls, die ihr auf dem Foto sehen könnt.

Kirifuri Falls.

Dana, ich, und grimmige Kälte. Ich fand alles super, Dana ist aber ein verwöhntes Großstadtmädchen, deshalb rannte sie nach dem Foto wieder zum Auto, geniale Landschaft hin oder her. Es war saukalt und wer mit dem Begriff Windchill nichts anfangen kann, der kann sich hier auf der zugigen Aussichtsplattform damit vertraut machen.
Die Landschaft hier ist so unglaublich schön und idyllisch, dass es mich jedes Mal wieder beeindruckt, wenn ich mich umschaue. Wie schön muss es hier erst während der Kirschblütenzeit oder im Herbst sein. Wer weiß, vielleicht bin ich zur Kirschblüte noch hier.

Ja, so sieht es in Nikko aus.
Nach dem Abstecher zu den Kirifuri Falls machte ich mich zum ersten Mal auf den Weg zum Schrein- und Tempelgelände, für das Nikko so berühmt ist. Direkt vor dem Gelände kann man die Shinkyo bewundern, die der Legende nach aus zwei Schlangen erzeugt wurde, als der Priester Shoto den Fluss überqueren wollte.

Shinkyo.
Nachdem ich sie ausreichend bewundert hatte und fotografische Experimente mit Spiegelungen betrieben hatte, schaute ich mir einen Teil des Schrein- bzw. Tempelgebietes an, für das Nikko weltweiten Ruhm genießt und das Weltkulturerbe ist. Die Schönheit der Anlagen ist schwer in Worte zu fassen. Man sollte das eigentlich mal gesehen haben, aber das trifft ja auf so viele Sachen zu. Sowohl die Architektur an sich, die Holzarbeiten, die Art der Einbettung in die Natur, als auch die Natur, sind für sich genommen schon sehr beeindruckend. Das Zusammenspiel ist allerdings Atem beraubend, zugleich beruhigend. Man kommt sich beinahe so vor, als wäre man ein paar Jahrhunderte in der Zeit zurück gereist. Großartig.


<3
Die Tempel und Schreine schließen um 16 Uhr ihre Pforten für die Besucher, deshalb lohnte es sich nicht, den Eintritt für die drei größten und bekanntesten Schreine bzw. Tempel zu bezahlen. Nach dem kurzen Abstecher zum Tempelbereich ging ich noch in ein kleines Restaurant. Eine sehr mütterliche Japanerin reagierte auf die Frage, wo ich denn eine Apotheke finden könne, mit einer Spontandiagnose meines Handgelenkes, das durch eine falsche Bewegung wieder bös’ angeschwollen war. Relativ unsensibel drückte und knetete sie daran rum, rief sogleich in einer Apotheke an und kündigte die Ankunft eines Ausländers an, der Probleme mit seiner Hand habe. Alles sehr freundlich, aber da mir die Omi zu Hitze anstatt Kühlung als Behandlung riet, nahm ich vom Besuch der Apotheke, trotz 1000 domo arigatou gozaimashita, lieber Abstand. Stattdessen tat ich gar Profanes, indem ich meine Wäsche wusch. Die dabei enstandene Langeweile vertrieb ich mir mit fotografieren.

Waschsalon.
Abends nach der Arbeit lernte ich tatsächlich noch eine Japanerin kennen, Tomoko, die aus einem Ort in der Nähe von Sapporo stammt und hier in Nikko zu Besuch war. Der Abend wurde ziemlich lang und der faule Boss schloss die Rezeption ab. Tomoko hatte ihren Schlüssel nicht, was ihr erst vor ihrem Zimmer auffiel. Da war ich schon in meinem Zimmer, aber anstatt zu klopfen oder sich sonst irgendwie bemerkbar zu machen, legte sie sich auf die Couch in der Lobby und deckte sich mit Zeitungen (!) zu. Die Arme war ziemlich durchgefroren am nächsten Morgen.

Tomoko und ich. Zu dem Zeitpunkt war sie noch gut gelaunt
Insgesamt gesehen hatte ich das Gefühl, an einem sehr netten Platz angekommen zu sein. An die fiese Kälte hatte ich mich gewöhnt. Mittlerweile macht es mir nichts mehr aus, bei 6 Grad im Zimmer zu schlafen oder mir morgens mit Eiswasser den Kopf zu waschen. Ganz anders ging es Dana, die meinte, sich bei der Kälte nicht umziehen zu können, so dass sie einfach 5 Tage lang die gleichen Klamotten trug und sich alleine deshalb schon auf eine Rückkehr nach Tokyo freute. Sie hat es übrigens auch geschafft, nicht eine der Sehenswürdigkeiten zu sehen, weil sie lieber die ganze freie Zeit in Cafés verbrachte :D. Sie ist der Meinung, dass sie sich lieber Menschen als Gebäude ansieht. Sie hat eh ein paar interessante Ansichten, ist zudem ein böses Mädchen; an ihr können gleich mehrere Bodhisattvas ihr Gesellenstück machen. Sie tourt mittlerweile schon seit ein 8 Jahren als Sprachlehrerin quer durch Asien, wobei ihre Motivation dafür ungewöhnlich ist. Sie hatte die härtesten rassistischen Vorurteile gegenüber Asiaten und wollte überprüfen, ob diese gerechtfertigt waren. Also probierte sie das aus und “now the asians are my people! I love them!”. Irgendwie komisch, aber auch irgendwie interessant, dass sie dennoch den Schritt gewagt hat und seit so langer Zeit unterwegs ist. Wenn ich an diesem Ort die Gelegenheit bekomme, öfter Japanisch zu sprechen und mein Arbeitspensum heruntergeregelt wird, dann werde ich hier sicher eine Weile bleiben.
2 Kommentare »
Geschrieben von: admin in Allgemein
Now Playing: Keith Jarrett - The Köln Concert - Part 1 (excerpt)
Hey. Gerade noch in Osaka, dann schon in Tokyo. Der Bus, genannt “Dream”, lieferte mich am Bahnhof Ueno ab, allerdings war ich nur mässig erholt, denn mit Schlafen ist in dem Bus nix gewesen. Was mich an den japanischen Straßen so unglaublich nervt, ist, dass sie diese Rinnen haben, die quer über die Straße führen und bei starkem Regen Aquaplaning vorbeugen sollen. Jedes Mal, wenn der Bus über eine solche Fuge fuhr, oder eher polterte, schepperte der ganze Bus wie blöde. Dream? Wohl eher nicht. Von Tokyo habe ich nicht viel gesehen, weil der Bus die gesamte Zeit die Gardinen verschlossen hatte. Tokyo Main Station und Ueno habe ich gesehen, wo ich dann auch umsteigen musste, um die Tobu Line nach Nikko zu bekommen.

Dream und ich.
Anstatt mit JR fährt man dann im günstigsten Fall mit der Tobu Line nach Nikko. Ich bekam dann auch einen netten Zug, allerdings nervten die Durchsagen so kolossal, es war echt der Wahnsinn. Nach jedem Halt wurde sich bedankt, dass man mit dem Tobu Line Express Nummer bla bla, von bla bla, über bla bla, nach bla bla fährt, dass der Zug 6 Wagen hat, von Nummer 1 beginnend fortlaufend nach 6 durchnummeriert, wo das Restaurant ist, dass die Türen nur in Wagen 2 und 5 geöffnet werden, dass man verdächtige Personen wegen Terrorgefahr bitte melden soll und so weiter. Das ganze auf Japanisch und stark Akzent belastetem Englisch. Kegelclubs von Frauen gibt es übrigens auch in Japan, denn ein paar Frauen, die sich mit alkoholischen Mischgetränken vergnügten, fuhren mit dem gleichen Zug nach Kinugawa. Wie ihre deutschen Pendants, fielen auch sie durch übermäßig lautes Lachen auf, was ich mit lauter Musik über den mp3-player zu übertonen versuchte.

Angekommen.
In Nikko angekommen, fühlte ich mich eigentlich auf Anhieb wohl. Ein schnuckeliger Bahnhof, nette Leute an der Information, dazu lauter kleine Geschäfte vor dem Bahnhof, und ringsherum die Berge. Wirklich nett. Der Taxifahrer, der mich zur Lodge brachte, beschwor direkt die alte Verbundenheit zwischen Japan, Italien und Deutschland herauf und bestand darauf, dass man (Deutsche) doch im Falle eines Konfliktes mit China wieder zur Seite stehen möge. Ich sicherte ihm meine Unterstützung zu, deshalb kostete die Fahrt anstatt 700 Yen auch gar nichts :D.

Lodge.
So, das ist also mein neues Zuhause für die nächsten Wochen. Begrüsst wurde ich von: niemand. Es war niemand zu sehen und erst nach längerer Zeit tauchte Zenryu, ein Zen-Buddhismus Mönch der Soto Schule und Mitbesitzer der Lodge, auf. Zenryu war sehr nett, ebenso die Amerikanerin Dana, die für eine Woche meine Kollegin sein sollte. Mit wurde für den ersten Tag freigegeben, allerdings wurde ich auch zur Eile gedrängt, da heute freier Eintritt im Edo Wonderland war! Ich konnte gerade noch meine Koffer in die Ecke stellen, schon wurden Dana und ich zur Bushaltestelle gebracht. Edo Wonderland ist eine Art Freizeitpark, der vollmundig “The real Japan!” versprach. Gut, denn deswegen war ich ja auch gekommen. Wenn Edo Wonderland das wahre Japan ist, dann sollte man aber Angst haben, denn es würde bedeuten, dass es an jeder Ecke schlechte Geisterbahnen, nicht funktionierende Maschinen, Menschen mit blauen Perücken, schiefe Häuser, Getränkeautomaten und andere Merkwürdigkeiten gibt. Das mit den Getränkeautomaten stimmt sogar. Edo Wonderland ist ein Park, der ausländischen Touristen eher das Japan der “Kung-Fu -Filme” bieten will. Überall laufen Menschen in Kostümen und Perücken rum, die Edo-zeitliches Feeling vermitteln sollen. Es gibt einen kleinen Fluss, an dem ein Samurai eine Kata mit einem Schwert vollführt, Frauen in Kimonos laufen durch die Gegend und es gibt viele traditionelle, Edo-zeitliche Dinge wie Nyan-Chan, das Katzen-Maskottchen des Parks, Geisterbahnen, Labyrinthe, Bogenschießplätze, Merchandisestände mit Handybändchen, sowie viele andere Attraktionen. Die Hälfte der “Attraktionen” war geschlossen und irgendwie hatte keiner der Angestellten so richtig Lust, etwas zu machen. Das coolste war eigentlich, dass es zwei Shows gab, eine Ninja-Show und eine Show mit “traditionellem” japanischen Theater. Da aber insgesamt vielleicht 10 Besucher im Park waren, wollte wohl niemand seine Show aufführen, weshalb uns die Ninja Jungs zu der Show der Frauen schicken wollten, und umgekehrt. Danas und meine Entscheidung führte dazu, dass die Ninjas arbeiten mussten. Es war eigentlich auch eine nette Show mit guter Choreographie und Akrobatik. Die Jungs hatten es schon drauf. Dana und ich haben uns dann noch ein paar Sachen angeschaut, aber das mit Abstand beste Ding war das schiefe Haus, das durch seine Konstruktionsweise die eigene Wahrnehmung und das Gleichgewichtsgefühl beeinflusst.

Smooth Criminal!
Dana hatte auch ihren Spaß, der allerdings eher durch Spott und Schadenfreude zustande kam. Ich tat mich auch schwer, Edo Wonderland zu verteidigen und so alberten wir nur durch den Park, während wir über viele der Sachen ätzende Kritik austauschten. Wenn ich bedenke, dass man normalerweise 4500 Yen Eintritt hätte zahlen müssen…au weia. Meiner Meinung nach ist der Park nicht sonderlich empfehlenswert, aber vielleicht ist es im Sommer ja auch besser, wenn alles funktioniert und man mehr machen kann. So kam es wir ein wenig vor wie bei den Simpsons.

Edo Wonderland.

Nyan-chan, Dana, ich.

Immer Ärger mit Ninjas.

Hahaha…die Maschine ist nicht kaputt, nein, sie ist geschlossen.
Nach Edo Wonderland verschlug es Dana und mich nach Kinugawa, wo wir ein wenig am Bahnhof rumhingen, bevor es in die Lodge zurückging. Dana ist übrigens sehr nett und vor allem lustig. Eigentlich hat sie nur Unfug im Kopf und tourt seit Jahren als Englischlehrerin durch die Welt, bzw. durch Asien.
Zur Lodge: Meine Arbeit besteht darin, für die Gäste das Frühstück und das Abendessen zu kochen, ein bißchen beim Aufräumen der Zimmer zu helfen, neue Sachen für die Website zu planen, Fotos zu machen, PCs einzurichten, sowie an der Rezeption die Gäste zu betreuen. Hört sich nach Arbeit an und ist es auch. Leider reiste der Mönch Zenryu bereits am zweiten Tag ab, um für zwei Monate in den Staaten zu meditieren. Leider, weil der zweite Chef, Ken, zwar ein sehr netter Typ ist, aber KOMPLETT chaotisch veranlagt ist. Er hat so keinen Plan, dass mir die Worte fehlen. Ein Beispiel: er wollte von mir, dass ich lauter Sachen für seiner Webseite mache. Er hatte aber sämtliche Passwörter und Zugangsdaten für alle möglichen Accounts vergessen, so dass wir gemeinsam rätseln mussten, welche Daten es hätten sein können. Nach erfolgreichem Rätselraten stellte sich heraus, dass einer meiner Vorgänger dies schon alles gemacht hatte, Ken aber über ein halbes Jahr nicht mehr auf seine eigene Website geschaut hatte. Dann erzählte er mir, wie wichtig es sei, dass man immer alles genau planen müsse, damit die Übersicht nicht verloren ginge. Gesagt, nicht getan. Er hatte scheinbar an einem Tag keine Lust gehabt und deshalb auch keine Reservierungen bearbeitet. Am nächsten Tag kommen dann lauter Leute zu mir an die Rezeption, wollen ihre Zimmer beziehen, während ich aber von nichts Bescheid weiss. Ich will gar nicht zu sehr ins Detail gehen, weil ich dann ewig erzählen müsste, aber als bestes Beispiel: habt ihr gelesen, dass ich für die Gäste kochen soll? Hallo? Kann ich kochen? Ich kann denen einen schönen Drink Metabolic Ultramatrix von ironbody.de anrühren, mehr aber auch nicht. Wie auch immer, die Rezepte wurden mir gezeigt und bereits am zweiten Tag sollte ich den Chefkoch machen, weil mein Chef sich als hochgradig allergisch gegenüber Arbeit zeigte.

Ich mache Zen-Dinner.
So richtig schnell bin ich bei der Zubereitung zwar nicht, aber es hat hingehauen und den Gästen geschmeckt. Mit etwas Übung wird das schon werden. Was mir an der Arbeit wirklich gefällt ist der Dialog mit den Gästen, da die meisten wirklich sehr sympathisch sind. Australier, Amis, Koreaner, Japaner, Inder…eine kunterbunte Mischung. Wenn ich dann abends gegen 23 Uhr mit der Arbeit fertig bin, dann setze ich mich meistens noch zu ihnen und man quatscht ein bißchen. Der Nachteil dabei ist, dass kaum Japaner dabei sind, was wiederum wenig Konversation in der Landessprache bedeutet. Was soll’s, wenigstens kann ich hier mein Handgelenk, das immer noch hinüber ist, ein wenig zur Ruhe kommen lassen.
Dana und ich verköstigten nachts auch noch das ein oder andere Bier und insgesamt fühlte ich mich wohl, auch wenn abzusehen war, dass Ken zu faul ist und auf mich viel Arbeit zukommen würde, wenn ich dies zulassen würde.
3 Kommentare »
Geschrieben von: admin in Allgemein
Now Playing: Begin - Sanshin no hana
Nein, das war es dann doch nicht. Anstatt lauter Leute, die “mein Leben!” riefen, drängten sich Touristen en masse durch das Museum, das sich im Inneren der Burg Osaka befindet.
Ein wunderschöner Tag mit wirklich tollem Wetter bot sich mir beim Blick aus dem Hotelfenster dar. Grund genug, die Stadt weiter zu erkunden und selber ein guter Tourist zu sein. Geldtechnisch sah es ja nicht so rosig aus, also musste ich mich für eine Sehenswürdigkeit entscheiden. Selbstverständlich kam nur die Burg des wackeren Toyotomi Hideyoshi in Frage. Auch wenn das Gebäude nur ein Betonnachbau ist, beeindruckt die Lage und das äußere Erscheinungsbild sehr. Man muss sich vorstellen, dass der größte Stein, der Takoishi, ca. 130 Tonnen wiegt und damals dorthin geschafft wurde. Mehr zur Burg erfahrt ihr hier.

Burg Osaka als grüne Oase im Zentrum.
Der gesamte Park ist wirklich schön und dementsprechend viele Leute waren unterwegs. Ich hatte bisher an keinem anderen Platz so viele (westlich aussehende) Ausländer gesehen, also scheint das Gebäude die Topsehenswürdigkeit in Osaka zu sein. Treppensteigen mag wohl keiner, weder Japaner, noch Ausländer, denn ich war der einzige, der die 8 Stockwerke über die Treppe erklomm. Die anderen warteten lieber 20 Minuten auf den Lift. In der Burg befindet sich ein Museum, das sich auf die Geschichte der Burg, sowie auf das Leben von Toyotomi Hideyoshi, konzentriert. Es gab eine Menge interessanter Sachen zu sehen, aber leider war das Fotografiern nicht erlaubt. Manche hat es eh nicht interessiert, meinte doch eine ca. 18-jährige Göre neben mir “Who cares about that shit anyway?” beim Anblick des grandiosen Stellschirms, auf dem die Sommerschlacht von Osaka dargestellt wurde. Komisch.
Egal, mir hat es sehr gut gefallen und es war interessant. Auf dem Gelände der Burg waren noch lauter andere Sachen zu bestaunen, aber als die Sonne weg war, wurde es ruck-zuck fies kalt, und deshalb ging es erneut zum Bahnhof Osaka mit dem abgefahrenen Yodobashi-Umeda.

Burg Osaka.

Wappen der Toyotomi, ich.

Takoishi, Chinese, ich.

Auf dem Gelände der Burg. Schön, wa?
Nach so viel klassischer Kultur musste dann ein wenig Popkultur her. Vor Yodobashi Umeda konnte ich eine japanische Wall Of Death beobachten…wirklich interessant. Mit Koffer kommt man sich da übrigens vor wie der letzte Asi, ungefähr so gehasst wie mit Fahrrad in der Kölner Strassenbahn.



Knallharter Pit, fast wie bei Hatebreed.
In Yodobashi Umeda fand wieder der übliche Shoppingterror statt. Mit gemütlichem Einkaufsbummel hat das wenig zu tun, aber hey…die Sachen müssen an den Mann gebracht werden, zur Not mit Megafon.

Der etwas andere Saturn.
Video: Aggro-Shopping! (11,5 MB)
Video: Gute Kinder (17 MB)
Abends musste ich dann raus in die Kälte und ein wenig herumlungern, da mein Nachtbus nach Tokyo erst um 23.50 fuhr. Eine Hardcoreband rebellischer Jugendlicher spielte direkt vor dem Bahnhof Osaka auf, natürlich ebenso ungefragt wie ungenehmigt. Sofort eilten Polizisten aus allen Ecken herbei, um die Bande zu vertreiben. Lustigerweise durfte das Mädel, das nur ein paar Meter entfernt ein Ständchen gab, weitersingen.
Video: Rockerbande im Konflikt mit dem Gesetz. (9 MB)
Video: Mädels in kurzen Röcken dürfen weitersingen. (13 MB)
Danach ging es auch schon los, auf zur Bushaltestelle und somit endete mein zweiter Aufenthalt in Osaka. Eine tolle Stadt.
8 Kommentare »
|