Archiv für März 2008

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Huch, ein Grünstich direkt im ersten Bild! Werde ich etwa auf den Spuren von Paris Hilton wandern? Eher nicht…vielleicht richte ich später einen Bereich mit Login und ab 18 Jahren ein hehe.

Schweinkram gibt es hier nicht, dafür aber schöne Bilder von Kirschblüten! Heute hat uns Iijima-san überraschend zur nächtlichen hanami ins benachbarte Yokosuka eingeladen. Der Mann ist wirklich enorm nett und will, dass die WWOOFer und volunteers auch etwas von der Gegend zu sehen bekommen und nicht nur arbeiten. Er spendiert immer alle Getränke und das gesamte Essen! So auch heute: es gab Sake und Bier, sowie onigiri. Yokosuka ist die nächstgrößere Stadt und zugleich Stützpunkt der US-Armee, weshalb es man dort sehr viele Ausländer auf der Straße antreffen kann. Dort ist übrigens auch das Internet Café, das Y@café, von dem ich meine Blogs update und Mails checke. Überall trifft man GIs, so auch im Internet Café. Einer namens Ray sprach mich an und fragte mich, ob ich gut geschlafen hätte, weil ich wohl sehr verschlafen aussah und es gängige Praxis ist, dass Leute in den I-Net Cafés übernachten. Für 1900 Yen bekommt man da von 22-5 Uhr eine Box für sich, Duschen und Getränke sind im Preis inbegriffen. Nicht schlecht, oder? Naja, Ray verriet mir dann auch gleich, wo sich die Frauen tummeln, die total verrückt nach Ausländern sind, Stichwort Roppongi. Sehr nett von Ray, mir das zu sagen. Er nannte mir noch ein paar Clubs und meinte, dass ich mal mit ihm und den Jungs vom Schiff einen drauf machen sollte. Thanks, man, I’ll get back to you…maybe :-)

So viel zu Yokosuka im Allgemeinen, nun zum Abend im Park. Wir kamen ziemlich spät an, aber dafür waren nicht mehr so viele Leute da. Man geht einen ziemlich langen und steilen Weg herauf zu dem Parkgelände. Entlang des Weges stehen viele Kirschbäume, die bereits in voller Blüte standen. Durch die vielen Laternen wurden sie in tolles Licht getaucht, was die – eigentlich rosafarbenen – Blätter in hellem Weiß erstrahlen ließ.

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So sah der Weg zum Park aus. Die Laternen tauchten die Umgebung in ein schönes, warmes Licht.

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Oben auf dem Berg angekommen bot sich uns ein toller Anblick. Alle Bäume standen in voller Blüte, und die Aussicht auf die Lichter der Stadt sowie den Weg herunter war genial. Iijima-san packte das Bier und den Sake aus, und dann wurde unter den Kirschbäumen getrunken und gegessen. Super, habe ich das also auch gemacht! Ich kann mittlerweile immer mehr Dinge auf meiner to-do-Liste abhaken! Ich weiß nicht wieso, aber ruck-zuck waren die Mädels total betrunken, alberten blöd herum und kreischten andauernd. Toshie, die die meisten meiner Fotos gemacht hat, verwackelte dementsprechend auch alles, hihi. Macht nichts, ich habe die Bilder ja in Erinnerung :-)

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Yay, mein erstes “richtiges” hanami, und dann noch bei Nacht.

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Naka-chan war ziemlich sentimental, denn es war sein letzter Abend mit allen zusammen, bevor es für ihn in seine Heimat zurückging. Ich glaube, dass er dort nicht viele Freunde hat und deshalb froh war, in einer so lebhaften Gemeinschaft wie der auf der Farm von Iijima-san zu sein. Shikata ga nai, es war auf jeden Fall noch mal ein toller Abend. Danke, shacho!

Auf dem Rückweg habe ich noch ein neues Schild entdeckt:

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Vor Gefahren wird hier zwar nicht gewarnt, aber es ist trotzdem nett anzusehen.

Mehr Fotos gibt es hier:

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Jo, lasst uns arbeiten, und zwar hier:

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Schön, oder? Also ich finde es toll, mit solch einer Aussicht arbeiten zu können. Dazu noch die Sonne und die körperliche Arbeit, sehr schön. Gearbeitet wird von 7 Uhr bis 10 Uhr, dann gibt es eine Teepause, nach der es bis 12.30 Uhr weitergeht. Das anschließende Mittagessen fällt immer sehr opulent aus. 12.30 Uhr ist somit auch das Ende meiner Arbeitszeit, also habe ich so ab 13.30 Uhr, nach dem Mittagessen, frei. Das ist gut, denn so bekomme ich vielleicht auch mal etwas von Japan zu Gesicht, während ich WWOOFe, nicht wie bei den bisherigen Hosts. Ben und Naka-chan verlassen die Farm heute bzw. in den nächsten Tagen, was besonders im Falle von Ben schade ist. Er labert zwar manchmal Stuss, so dürfen ihm zufolge z.B. Deutsche und Amerikaner nicht so ohne Weiteres den Führerschein in Japan bekommen, weil sie den Vertrag von Versailles nicht unterschrieben haben. Lol? Aber er ist ansonsten ziemlich nett und braucht, wie ich, irgendwie doch Kaffee und Internet, um glücklich zu sein hehe. Internet gibt es hier bei Iijimas aber nicht, es sei denn, ich gehe auf die Straße und kapere das WLAN eines Nachbarn. Das ist aber ungemütlich und auch irgendwie verdächtig, wenn ich mit dem Laptop vor dem Haus des Nachbarn stehe J. So, genug davon, heute habe ich mir die Gegend angeschaut, während ich mit Ben auf der Suche nach Kaffee und WLAN war. So sieht es hier in Miurakaigan aus:

 

Video: Meer (13 MB)
Video: Meer (16 MB)
Video: Meer (13 MB)

Gut, oder? Ich habe sogar eine deutsche Bäckerei gefunden! Verrückt, oder? Sie heißt „Brot Baum“ und der japanische Besitzer hat in Deutschland das Backen gelernt. Er macht wirklich gutes Brot, ein Roggenmischbrot, genannt kuropan , Schwarzbrot. Es ist kein Schwarzbrot, sondern schmeckt wie ein normales Graubrot. Der Preis ist allerdings astronomisch. Für 400g bezahle ich 750 Yen! Egal, das war es mir wert, denn das gute Brot aus der Heimat vermisse ich schon. Dafür gab es aber noch einen Totoro, der seinen dicken Bauch bis oben hin mit Schokolade gefüllt hatte. Lecker!

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Wie auf Bestellung übte sich am Strand noch eine Gruppe Menschen im Schwertkampf.

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Hier gefällt es mir schon mal. Nachdem ich Ben zum Bahnhof gebracht hatte, ging es zurück zur Farm. Abends war dann schon mal eine von mehreren Abschiedsfeiern für Naka-chan angesetzt, der insgesamt über ein halbes Jahr hier war. Er war aber ein volunteer, kein WWOOFer. Die Hauptabschiedsfeier fand in einem traditionellen izakaya statt, wo die niedrigen Tische in Kombination mit meiner Ungelenkigkeit für Erheiterung sorgten. Es gab richtig gutes Essen und Alkohol in rauen Mengen. Gott, waren die alle breit, haha, während the German Eiche nicht gefällt werden konnte, lol.

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Am nächsten Tag fielen zwei Leute ob der Nachwirkungen des gestrigen Abends aus, aber es kam Verstärkung an der WWOOFer Front, und zwar in Form von Lily, einer Chinesin. Ungeachtet des vorherigen Abends ging es am heutigen Abend direkt weiter. Ich habe immer nur „Naka-chan!! Nonde, nonde!“ gehört. Der arme Naka-chan…immer muss er trinken hihi. Wieder ein feucht-fröhlicher Abend, wie ihr an den Bildern erkennen könnt.

Ich bin – natürlich! – auf keinem der Bilder betrunken gewesen :-D

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Bisher ist es spaßig hier.

Hatarakimashou!

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So, die zwei Wochen Tokyo waren also vorüber. Zwei Wochen, in denen ich sehr viel gesehen hatte. Obwohl ich fast jeden Tag ewig unterwegs war, kann ich nicht behaupten, die Stadt auch nur ansatzweise zu kennen. Ich finde mich zurecht und habe einige der Hauptattraktionen gesehen, aber es gibt dort noch so viel zu entdecken. Deshalb wäre eine Basis in der Nähe Tokyos nicht verkehrt. Glücklicherweise war eine Freundin von Yvonne, die ebenfalls als WWOOFerin unterwegs war, bei einem Host in Miurakaigan, ein kleiner Ort südlich von Tokyo, ca. 70 Minuten mit der Keikyu Linie vom Bahnhof Shinagawa entfernt, untergekommen. Sie fand nur lobende Worte, mal abgesehen von der Kritik, dass die Badezimmer nicht sauber genug seien. Da bin ich mittlerweile aber komplett abgehärtet. Wenn pingelige Mädels das sagen, dann kann man das meistens ein wenig gelassener sehen hihi. Wie dem auch sei, ich hatte für mich selbst den dritten Versuch mit einem WWOOF Host zum letzten Versuch erklärt. Das gesamte WWOOF Programm findet unter dem Gedanken des Austauschs statt, aber ich gewann den Eindruck, auch aus dem Gespräch mit anderen WWOOFern, dass viele Hosts dieses Programm mehr als Beschaffung extrem günstiger Arbeitskräfte verstehen, unter völliger Missachtung der WWOOF Regeln, versteht sich. Okok, one final shot also. Abends um 18:00 Uhr sollte ich am Bahnhof Miurakaigan sein, aber ich hatte keine Lust mehr, meinen riesigen Koffer in Tokyo hin und her zu schleppen, deshalb bin ich schon früher nach Miurakaigan gefahren.

Ich hatte überhaupt nicht auf die Gegend geachtet, als ich mit dem Zug fuhr, deshalb war ich ziemlich neugierig, als ich am Bahnhof ein Schild mit der Aufschrift „Zum Strand 500m) sah. Äh, okay, ich hatte mich nicht mit Miurakaigan beschäftigt. Eine Stunde hatte ich noch Zeit, also los zum Strand. 500 Meter weiter dann dies:

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BAM! Ein Volltreffer. Oh Mann, ich weiß gar nicht mehr genau, wann ich das letzte Mal am Meer war. Das müssen locker fünf Jahre gewesen sein. Super, der kleine Ort hat mir direkt gefallen und die Nähe zum Strand ist unbezahlbar für mich. Zurück am Bahnhof wurde ich von Frau Iijima abgeholt, womit ich das zweite Mal an dem Tag sehr positiv überrascht wurde, denn sie war extrem nett, genau wie Emi-chan, die 16-jährige Highschool-Schülerin, die zwei Mal in der Woche auf der Farm aushilft. Nach einer kurzen Fahrt entlang der Küste waren wir auch schon am Ziel, wo die versammelte Truppe bereits auf mich wartete. Die Truppe, das sind Ben, ein Amerikaner, Benoit, ein Franzose, Ami-chan, Kayo-chan, Toshie-chan, Naka-chan, alles Japaner, und natürlich die beiden Iijimas. Alle waren sehr sympathisch, Ben zeigte mir das Haus und erläuterte alle wichtigen Sachen. Kurz danach kam schon Iijima-san herüber und schon floss der Alk in Strömen :-D

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Da sind wir alle beisammen.

 

Ein guter Start war das, weshalb ich guter Dinge war, dass ich vielleicht dieses Mal Glück mit meinem Host gehabt haben könnte.

 

 

 

 

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