Archiv für 12. März 2008

Now Playing: Evergreen Terrace - To the first baptist church of Jacksonville

Hey. Heute ist der letzte Tag in Nikko, time to say goodbye. Aber nicht, ohne vorher noch die Nikko Tamozawa Villa des Kaisers besichtigt zu haben. Das wollte ich eigentlich schon länger gemacht haben, aber an einem Dienstag, als ich dort spontan vorbei wollte, hatte sie geschlossen. Die Villa besteht aus verschiedenen Teilen, die gegen Ende der Edo-Zeit bzw. zur Meiji-, Taisho- und Showa-Zeit gebaut wurden, und stellt die jeweils höchstmögliche Handwerkskunst aus der jeweiligen Epoche zur Schau. Die Liebe zum Detail, zum Beispiel bei den Verzierungen, die die Nägel verbergen sollen, ist umwerfend, dennoch vermittelt das gesamte Areal einen Eindruck von schlichter, höchstwertiger Eleganz, wie sie nur (?) in Japan zu finden ist. An die Villa schließt sich noch ein schöner Garten an, der aufgrund der momentanen Jahreszeit seine wahre Schönheit nur erahnen lässt. Insgesamt aber ein sehr lohnenswerter Ausflug, wie auch die Bilder hoffentlich erkennen lassen.

eingangtamo.jpg

Der Eingang zur Villa.

tamo4.jpg

Schön ist es in der Villa. Dies ist der Innenhof.

lulz.jpg

Die Japaner sind so cool…hier wird einem gesagt, von wo aus man ein Foto machen sollte, da es von diesem Punkt schön aussieht. Hihihi, fehlt nur noch, dass sie Blende, ISO Wert usw. für die jeweilige Kamera angeben. Aber als guter Tourist habe ich das natürlich befolgt, mit folgendem Ergebnis:

gar2.jpg

Fail? Naja, ist halt Winter :-)

Für weitere Eindrücke verweise ich auf die Galerie, und für das, was ich am interessantesten fand, auf das Video ;-)

Video: Ladies-in-waiting (18,5 MB)

Nach diesem interessanten Besuch war es so weit, Tokyo, der Behemoth, rief. Yvonne und ich folgten dem Ruf. Mit dem Zug ging es bis zur Station Minami-Senju und BAM! - It’s Tokyo, biaaaaatch! Schon war ich da. Lange hatte ich davon geträumt, doch dann ging alles ganz schnell. Auf dem Bahnhof angekommen war ich zunächst verwirrt, und zwar deshalb:

Video: Verarsche! (4 MB)

Wo man hinsah, nur grau. Aber ist ja auch Tokyo, was ja nicht bedeutet, dass es dort kein Grün gibt. Aber unser Hotel liegt nicht im besten Viertel der Stadt, dafür ist es preiswert. 20€ pro Nacht, da will ich nicht klagen und keinen Platz in einer grünen Idylle verlangen. Der Weg ins Hotel war schnell gefunden, nicht zuletzt dank des Stadtplans, der auch Hinweise in Deutsch beinhaltete! Gegenüber vom Hotel machte ich dann die erste merkwürdige Entdeckung, denn dort gab es das Café Bach, das - in Deutsch - die eigene Kaffeeröstung kundtat. Geil, da ist man in Tokyo, nächtigt in einer Billigabsteige und gegenüber ist ein Café, das Produkte in der Muttersprache anpreist. Ich bin direkt mal reingegangen, habe mit den Leuten gesprochen und so mehr über den Gründer des Cafés erfahren. Der Kaffee war übrigens richtig gut, die Schwarzwälder Kirsch ebenfalls, allerdings mit zu wenig Kirschwasser :-)

bach.jpg

Huch, Deutsch!

Nach dem Check-in im Hotel liefen Yvonne und ich noch in der Gegend herum. Wie gesagt, es ist nicht die beste Gegend, deshalb gab es auch viele Obdachlose und ansonsten nur wenig Spektakuläres zu berichten. Was soll’s, es ist Tokyo, Aldaaaaa! Von nun an galt es Pläne zu machen, was wir wann besichtigen wollen. Die Durchführung der Pläne gibt es in den nächsten Tagen hier zu - hoffentlich - bestaunen!

Comments 3 Kommentare »