Archiv für 13. März 2008

Now Playing: Anne Clark - Sleeper in Metropolis

Hallo! It’s me, hailing from Tokyo, Japan! Der erste vollständige Tag in Tokyo begann mit einem Besuch des Meiji Schreins, der zu Ehren des Meiji Kaisers und seiner Frau, der Kaiserin Shoken, gebaut wurde. Er befindet sich in der Nähe der Haltestelle Harajuku…der ein oder andere RTL Zuschauer hat sicher schon bei Formel Exclusiv etwas darüber gehört :-). Jaja, da springen doch diese ganzen verrückten Japaner rum, nech? Dazu aber später, erst ist der Meiji Schrein dran. Wie ihr auf den Fotos sehen könnt, haben wir traumhaftes Wetter erwischt. Beste Voraussetzungen, um einen Spaziergang durch das große Parkgelände um den Schrein herum zu machen. Obwohl man mitten in Tokyo ist, hat man das Gefühl, sich irgendwo auf dem Land zu befinden. Von der Großstadthektik dringt nichts in den dicht bewachsenen, idyllischen Park hinein. Das haben auch andere Leute bemerkt, die das tolle Wetter für ein Nickerchen auf der Wiese genutzt haben. Ehrlich gesagt hätte ich das auch am liebsten gemacht, aber ich bin ja nicht in Tokyo, um dort zu schlafen. Also habe ich fleißigst Geld ausgegeben, um die Götter sanftmütig zu stimmen, und zwar für meine Lieben (seid ihr mit eingeschlossen) und mich. Talismane mussten her, Holzbrettchen, auf die ich Gebete schrieb, das volle Programm halt. Der Schrein an sich ist sehr beeindruckend, auch wenn es manchen komisch erscheinen wird, dass hier Menschen, die vor nicht einmal 100 Jahren starben, solch eine Verehrung erfahren. Ich kann zwar mit dem religiösen Hintergrund nicht viel anfangen, aber die Atmosphäre ist immer wieder aufs Neue schön.

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Tor am Eingang.

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Das ist das Tor zum inneren Schreingelände.

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So sieht das innere Schreingelände aus.

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Hier wird gebetet.

Wir haben uns danach noch den Park und einen Garten angeschaut, bevor es nach all der Ruhe galt, sich in das Getümmel um Harajuku, Aoyama und Shibuya zu stürzen…herrje, das ist aber auch ein Stress da :-)

Omotesando, die Strasse, die sich vom Bahnhof Harajuku/Meiji Schrein erstreckt, gilt als die Champs-Elysée Tokyos, was ich nur bestätigen kann. Dazu muss ich vielleicht sagen, dass ich die Champs-Elysée nicht sonderlich beeindruckend finde, denn es finden sich dort zwar viele namhafte Designer in entsprechend edlen Gebäuden, aber auch Fast-Food Ketten und Kaffeehäuser wie Starbucks und der ein oder andere Laden mit billigem Tand. Das trifft auch auf die Omotesando zu, nur dass es hier ein wenig voller ist, weil der Bürgersteig schmaler ist, und dass man in Cafés von den Kellnern nicht beleidigt wird. Bei aller Liebe für die Franzosen, das haben die Japaner dann doch nicht übernommen. Also, einkaufen kann man hier sicher ganz toll, aber das interessiert mich gerade nicht so richtig, deshalb habe ich nur ein paar nett aussehende Gebäude fotografiert, aber seht selbst.

Als nächstes war Shibuya dran. Endlich bin ich auch mal an der berühmtesten Kreuzung der Welt gewesen, weshalb ich demnächst auf Parties in Deutschland den Kosmopoliten geben kann…”hach ja, da war ich schon, habe ich alles schon gesehen.” Shibuya ist toll. Unüberschaubar viele Geschäfte, in denen sich Heerscharen von Menschen drängen, viele Restaurants, in denen nicht nur japanische Küche serviert wird, und kleine, verwinkelte Gassen, die das Bummeln spaßig machen. Ich kam mir alt vor, weil die meisten Leute so aussehen, als hätten sie gerade mal das 25. Lebensjahr vollendet, wenn überhaupt. Auffallend viele, auffallend hübsche Frauen befanden sich darunter. Wenn das Auge von den grellen Leuchtreklamen übermüdet und überfordert ist, dann kann es sich hier entspannen…ach ne, doch nicht. Man weiß ja gar nicht, welcher man(n) zuerst hinterher schauen soll. Ich Trottel habe übrigens Quintrix Records nicht gesehen, aber was nicht ist, das kann ja noch werden. Da Bilder mehr sagen als Worte, solltet ihr euch einfach die Bilder anschauen. Wem das nicht reicht, dem seien noch die Videos ans Herz gelegt, denn in Shibuya ist echt was los. Ich hoffe mal, dass ich noch mal mit Yvonne hier hingehen werde, aber Yvonne hat nur wenige Interessen. Filme, Musik, Bücher, Spiele…das alles interessiert sie nicht, “Parties” ebenso wenig. Wenn ich sie frage, ob sie Lust auf dies oder jenes hat, bekomme ich selten mehr zu hören als “It’s ok.”. “It’s ok.” war übrigens auch ihre Antwort auf die Frage, wie sie es fand, damals in Taiwan mit 2 Schwestern in einem knalle heißen Raum zu schlafen, und aus dem Nachbarzimmer den Vater laut schnarchen zu hören. Wenn sie keine eigenen Vorschläge/Meinungen bringt, dann hat sie halt Pech gehabt, dann werden eben meine Vorschläge umgesetzt. Ein Mal nachfragen reicht nämlich imho. “Einfach mal weniger diskutieren!”, Miro sei Dank ;-)

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Ringelpiez in Shibuya.

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Der Stadtführer Tokyo spricht von “the busiest crossing of the whole world”. Ich bin geneigt, das zu glauben!

In Shibuya habe ich noch mehrere Spielhallen besucht. Yvonne hat so etwas noch nie gesehen und war gleichermaßen schockiert wie fasziniert. Ich war nur fasziniert. Schnell war die Zeit vorüber, der Abend brach herein. Wir machten uns noch auf den Weg zum Tokyo Tower, waren uns aber einig, den Preis von 1500 Yen für den Aufstieg erstmal nicht zu zahlen. Lustige Fotos konnte man auch so machen.

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Kccccchhhhh!

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Oh noes! The SPECIAL ALERT! What can I do? lulz

Im Tokyo Tower gab es lauter merkwürdige Geschäfte, die mir teilweise wie ein Simpsons-Jahrmarkt erschienen. Es gab skurrile, alte und schlechte Dinge, die viel Geld kosten sollten, z.B. ein Wachsfigurenkabinett, ein Galerie mit Hologrammen und: DEN BIOHAZARD 4D EXECUTER. Haha, kaum zu glauben, aber den habe ich mir 500 Yen kosten lassen…total bescheuert. Das Gerät ist von 2000, bietet einen 3D-Effekt mit einer 3D-Brille und soll den Teilnehmer mit Effekten wie einer plötzlich zurück klappenden Sitzbank schockieren (das ist vermutlich das vierte D). Selbstverständlich ist das Gerät so schlecht, wie es sich anhört, dafür wurde aber nicht mit Metzeleien gespart.

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4D-Executer! Danach waren wir müde und es ging zurück ins Hotel.

Das war also der erste richtige Tag in Tokyo, dieser ungemein gewaltigen Stadt. Mal sehen, was noch so auf mich/uns zukommen wird in den nächsten Tagen. Die Suche nach neuen Aufenthaltsmöglichkeiten blieb bisher erfolglos, aber ich gebe nicht auf und hoffe mal, dass sich noch jemand finden wird, bei dem ich arbeiten kann. Zum Schluß noch die versprochenen Videos für euch.

Staksende Frauen in Shibuya (5 MB)
Biohazard 4D-Executer 1 (6 MB)
Biohazard 4D-Executer 2 (6 MB)
Die war ein Hottie und spielt Games! (5,5 MB)
Taito Gaming! (17 MB)
Hahaha! Viel Lärm um nichts! (5 MB)
Ich gehe in den Sonnenuntergang (8 MB)
Shibuya, Torten und wilde Kreuzung (28 MB)
Viel los in Shibuya! (8 MB)
Shibuya, Teil 2 (6 MB)
Shibuya, Teil 3 (5 MB)
Versteckte Kamera im Regal! (24 MB)

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