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Bekanntermaßen eine der teuersten Straßen der Welt und natürlich ein “must” auf dem Plan jedes Besuchs in Tokyo. Auf der to-do-Liste meines Lebens stand, dass ich einen überteuerten Kaffee und ein Stück Kuchen in einem Café auf der Ginza genießen muss. Richtig, Präteritum, denn diesen Punkt kann ich nun als abgehakt betrachten. Für läppische 1600 Yen gab es oben genannte Kombination im Grand Café auf der Ginza. Das Grand Café ist aber gar nicht so groß, dafür gilt hier eher das Motto “klein aber fein”. Der Tag begann damit, dass wir das Tourist Information Center, TIC, in der Nähe der Ginza aufsuchten, um uns mit Informationen und Kartenmaterial über Tokyo zu versorgen. Die dort arbeitenden Menschen sind allesamt äußerst nett und kompetent, die Informationen wertvoll, kostenlos, und weit über den Bereich Tokyo hinaus hilfreich. Wer also mal nach Tokyo reisen möchte, der kann sich vermutlich nirgendwo anders so gut und gleichzeitig kostenlos informieren. Gut, nun also zur Ginza selbst: wie zu erwarten war, kann man hier exzellent shoppen, vor allem, wenn man über einen gut gefüllten Geldbeutel verfügt. Da mein 8€ Portemonnaie im Emo-Grau-Schwarz-Pink-Burberry-Karo-Muster aber seit geraumer Zeit eine mindestens so harte Diät durchmacht, wie eine durchschnittlich dünne japanische Frau, war das nicht sonderlich interessant für mich. Mir fiel aber z.B. auf, dass das “Dior”-Gebäude, zumindest für meinen Geschmack, wieder das coolste Gebäude war, wie schon auf der Omotesando. Ansonsten findet sich dort alles, was Rang und Namen hat. Wenn nicht auf der Ginza selbst, dann in einer der kleinen Parallelstraßen. Der Besuch in den Boutiquen lohnte sich für mich aus mehreren Gründen nicht, daher gibt es auch nicht viel über die Ginza zu erzählen. Alles schön und gut, aber am Ende doch nur eine Einkaufsstraße, wenn man sich nicht gerade als fashionista betrachtet. Aber ich habe sie gesehen, dort Kaffee getrunken und Kuchen gegessen, womit weitere Punkte auf meinem Kosmopoliten-Konto gut zu schreiben wären. Fotos und Videos habe ich dennoch gemacht. Leider war das Wetter nicht so gut, wie ihr unschwer erkennen könnt.

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Die Ginza bei diesigem Wetter.

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Ginza.

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Das Dior-Gebäude gefiel mir sehr gut.

Mir persönlich gefiel der Ausstellungsraum von Nissan recht gut, während das Sony-Gebäude wohl vor allem für dich, Jean, der Hammer gewesen wäre. Um dich noch ein wenig neidisch zu machen, habe ich noch ein Notebook fotografiert, das dir sicher gefallen hätte :D

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Ich im Nissan-Ausstellungsraum. Ich will die Karre haben!

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Hey, sogar mir gefiel das, weil auch Preis und Leistung in einem ordentlichen Verhältnis standen.

Die Videos sollten noch einen guten Eindruck vermitteln können.

High-noon auf der Ginza! (10,5 MB)
Sound-Terror wie üblich! (9 MB)
Ich bin ein Chinese (10 MB)

Nach der Ginza wartete das Tokyo International Forum auf uns. Die Sehenswürdigkeit ist das Gebäude selbst, mit einer Atem beraubenden Architektur. Vor allem der gläserne Teil des in zwei Bereiche aufgeteilten Gebäudes ist einen Abstecher wert. Sehr, sehr hübsch.

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Die riesigen Veranstaltungshallen waren leider nicht zu besichtigen, da dort überall irgendwelche Events stattfanden. Vor Halle A sahen wir eine lange Schlange von Menschen, die wir uns natürlich ansehen mussten. Wo immer viele andere Menschen sind, muss man auch hingehen, da man ja wissen will, warum dort so viele andere Menschen sind. Das war schon zuvor auf der Ginza passiert, als eine Frau dort ohnmächtig wurde und umfiel. “Boah was ist da denn? Komm lass uns mal schauen!”. Gaffer…vor denen hat Hans Meiser schon damals bei “Notruf” gewarnt, aber so ist der Mensch nun mal. Auslöser für den Menschenauflauf war übrigens Ai Otsuka, ein japanisches Pop-Sternchen, die dort einen PR-Termin hatte. Überaus ordentlich warteten alle in einer Reihe, was in .de sicher in Chaos geendet hätte, wenn z.B. Lisa Bund irgendwo geträllert hätte. Hier schrie aber keiner der Fans, sondern alle warteten geduldig auf den Einlass, damit endlich teurer Merchandise ergattert werden konnte, bevor sich ein Platz für die Ankunft des Stars gesichert werden musste. So lange wollten wir nicht warten, denn es hätte noch 2 Stunden gedauert. Folgende Videodokumente veranschaulichen das Geschehen besser als meine Worte:

fan-tachi, auf geht’s! (14 MB)
Yay, eingekauft! Rubbelaction. (6 MB)
Blumen für die Dame. (10 MB)
Der Gang. (8 MB)

Emperor! Nicht nur eine meiner Lieblingsbands, sondern auch unser nächstes Ziel, zumindest sein Haus. Der Kaiserpalast war auf unserem Stadtplan markiert, also hin da! Lange hielten wir es nicht aus, weil es in Strömen zu regnen begann. Richtig genial fand ich die Statue von Masashige Kusunoki , der bis heute als _das_ Symbol schlechthin für Kaisertreue, Loyalität und Aufopferung für das Land gilt, aber aufgrund der Verwendung im Zusammenhang mit nationalistischen Strömungen nicht unproblematisch scheint.

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Ein Gänsehaut-Anblick.

Aufgrund des schlechten Wetters verließen wir den Platz aber schnell. Der “Lonely Planet” und die im TIC erhältlichen Stadtführer weisen im Übrigen nicht auf die Möglichkeit hin, den Kaiserpalast in einer geführten Tour zu besichtigen, aber Dank Yvonne und ihrem taiwanesischen BBS (sieht aus wie BTX vor 20 Jahren) haben wir uns einen Platz für eine Tour reserviert, sodass wir auf jeden Fall hierhin zurückkehren werden. Für ein paar Fotos und ein Video hat es dennoch gereicht:

Video: Mistwetter beim Kaiser. (8 MB)

Auf der Flucht vor dem Regen kam uns eine Spielhalle gerade recht. Dort sah ich auch zum ersten Mal Automaten, bei denen es das Ziel war, Mahjongg zu schaffen, damit man sich eine Art “Vergewaltigungsvideo” freischalten konnte. Sehr, sehr stranger Kram, den es vermutlich tatsächlich nur in Japan gibt. Ansonsten war das aber eine gute Spielhalle, was die Spiele betrifft. Der Reiz, sich ein paar Energy Drinks oder Dosenkaffees zu holen, zu rauchen und sich zu den Japanern zum Zocken zu gesellen, wird immer größer :-D

Video: Runter-mit-dem-Höschen-Mahjongg! (11 MB)

Der Tag ging zu Ende, nun war nur noch Rush-Hour in der Bahn angesagt. Wie eine Bahnfahrt in Japan aussieht und sich anhört, könnt ihr den Videos entnehmen. Ein Mal in normal, ein Mal in eng :-D

Video: Densha de go! (15 MB)
Video: g0t Klaustrophobie?

Und schon wieder ist ein Tag in Tokyo vergangen, oder, wie Andi zu sagen pflegt: “another day, another dollar.”

In diesem Sinne.

Ginza!

39 Fotos

5 Antworten zu “Ginza!”
  1. Giraffe sagt:

    Hey, du hast esjavoll raus mit den self shots…kkk.
    bist immer gut getroffen und den hintergrunde sieht man auch immer.

  2. admin sagt:

    Yah, vielleicht bin ich doch ein myspace-Kind, habe lauter Emo-Selbstporträts von mir gemacht und bin deshalb so geübt darin :D

  3. Jean sagt:

    Lieber Admin,
    Du solltest professioneller Reiseberichterstatter werden,… ganz ehrlich! Die Bilder sind mal wieder der Hammer. Von Bericht zu Bericht muss ich gestehen, dass ich die beide Male in Japan mir eindeutig zu wenig angeschaut habe :-( Na ja, beim nächsten Trip werde ich mir einfach mal ein Beispiel an Dir nehmen.
    Ich geh´steil, was haben DIE denn da für stylische Notebooks? Dieses superschnuckilige Sony Notebook ist ein ein Must-Have für mich… nur woher bekommen, wenn nicht in Japan stehlen?!?!?!? Na ja, sollte ja bestimmt in baldiger Zukunft bei uns erhältlich sein,… vielleicht.

    Sag mal, zuerst habe ich meinen Augen ja nicht getraut, aber nach 1-3 Mal reiben zeigte sich, ich habe mich nicht geirrt… Ich dachte immer der Luki (Lukas) würde “nur” studieren, aber nun sehe ich ihn auf einer Getränkedose in Japan Namens Pokka (siehe aktuelle Pics). So so so, der Luki macht es also wie die ganzen Stars, eine Werbung/Vermarktung mehr oder weniger schadet einfach nicht, denn es ist schließlich Japan und keiner bekommst mit. Da hat er sich aber geschnitten, wir (Swantje und ich) haben das bemerkt ;-) Er hat wohl nicht dami gerechnet, dass unser lieber Admin sich das Ziel gesetzt hat, alle möglichen Kaffedosengetränke zu testen ;-) Ende und aus.

  4. rocknroll sagt:

    nun ja, jean. wir wissen ja, welche sehenswürdigkeiten dir in japan so vor die “flinte” gelaufen sind ;-) automaten mit u-hosen, riesen pizzen, winzige wohnungen, hardcore japaner (musikrichtung; http://de.wikipedia.org/wiki/Hardcore_Punk#American_Hardcore),…

    ach ja, lukki als testimonial…hut ab! wer weiß, vllt findeste ja auch noch was mit sebi, andi & co. drauf…hehe.

    zisch und weg…

  5. admin sagt:

    Hehe, dafür hast du die Einheimischen besser kennengelernt, als ich das bisher getan habe, Jean :)
    Gebäude anschauen kann ja jeder :D

    Danke für das Lob, es macht wirklich Spaß, euch von Japan (wie ich es erlebe) zu erzählen. Die Ähnlichkeit des Typen von dem Pokka Logo und Luki…hihi, frag ihn mal, ob er das auch so sieht ^^

    Ich habe übrigens Männer für dich aufgenommen, Swantje! Wart du nur die Zeit ab :D

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