Archiv für 16. März 2008

Mit der war ich heute verabredet. Ich hatte schon viel von ihr gehört, einiges über sie gelesen und ab und zu auch mal einen Blick auf sie erhaschen können, wenn irgendwo ein Foto von ihr zu sehen war. Allein ihr Name ist schon Poesie: Akihabara. Yvonne war für 2 Tage nach Hakone gefahren, und ehrlich gesagt, war ich froh darüber, denn sie hätte wahrscheinlich nur gestört hehe. Nachdem ich mich für die Verabredung schön in Schale geworfen hatte, ging es los. Als ich aus der Metro nach oben kam, wurde ich direkt freundlich begrüsst:

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Hallo!

Yodobashi Akiba habe ich dann auch erstmal kurz erkundet. Von alt eingesessenen “Fans” Akihabaras wird Yodobashi Camera nicht gerne gesehen, da es die “Seele” Akihabaras zerstöre. Durch Yodobashi und andere Unternehmen wie Starbucks erfahre Akihabara eine Gentrifizierung, die von vielen Leuten nicht gerne gesehen wird. Yodobashi ist eine Kette, vergleichbar mit Saturn, nur größer. Es gibt ein paar sehr gute Preise bei Sonderangeboten, aber der Rest ist doch relativ teuer. Eine 1 GB SD-Karte kostet z.B. 2480 Yen, während eine Strasse weiter es die gleiche Karte in einem Hinterhofgeschäft für 1300 Yen gibt. Man sollte sich das dennoch mal angeschaut haben, denn der Lärm und Einkaufsterror ist hier besonders gut zu erfahren.

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Das Yodobashi Camera Monster in Akihabara.

Video: Yodobashi Camera (4 MB)

Von hier aus startete ich dann meinen Geek-Tag. Unzählige Geschäfte reihen sich in Akihabara aneinander. Ich wusste gar nicht, wo ich zuerst reingehen sollte. Nachdem ich den Entschluss gefasst hatte, mir zunächst einen Überblick zu verschaffen, und dann einzelne Geschäfte zu besuchen, begann der Tanz mit der Schönheit, und zwar im Tokyo Anime Center im UDX Tower.

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Da sind sie versammelt, die Kollegen!

So richtig interessant war das aber nicht, deshalb verweilte ich auch nicht lange. Heraus aus der Ruhe des UDX Towers, ab in die Hölle? Ein wenig kam es mir so vor.

Video: Pachinko overkill! (14 MB)

Es war tolles Wetter, Sonntag, und deshalb waren eine Menge Leute unterwegs. Die Haupteinkaufsstrasse war sogar für den Autoverkehr abgeriegelt worden! Deshalb sah es da so aus:

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Toll, nicht wahr? Auf der Strasse versuchten sich einige Leute im Bardentum, während andere dem Alltag durch ein wenig cosplay zu entrinnen versuchten. Wie im Paradies fühlte ich mich hier. Die Atmosphäre war toll, die Leute gut gelaunt und es passierten viele interessante Sachen. Besonders gut gefiel mir eine junge Sängerin, sowie eine Girl Group, bei der der Fanclub zum Schreien komisch war. Aufgefallen war mir das übrigens, als ich in einer Spielhalle das WC aufsuchte. Folgender Blick bot sich mir aus dem Fenster:

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Hin da!

Die Mädels, die dort sangen, waren alle irgendwie niedlich, aber die Fanclubs waren das beste an der Show. Achtet bitte auf die Typen in dem dritten Video!

Video: Gut macht sie das! (5 MB)
Video: Yay, die rockt! (10 MB)
Video: Die Fans sind die wahren Stars! (13 MB)

Akihabara ist eben nicht nur eine Gegend, in der man alles zum Thema Elektrik oder Elektronik finden kann, sondern auch ein Platz für otaku bzw. Geeks…also ein Platz für mich. Cosplay mache ich aber trotzdem nicht :x

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Hihi, Männer für euch, Swantje und Esme!

Weiter ging es mit der Tour durch diverse Geschäfte und Spielhallen. Von den Eindrücken habe ich ein paar Videos gemacht. Die merkwürdigsten Kombinationen gab es dort. In einem Stockwerk gab es Kinderkostüme, Drogerieartikel, und direkt um die Ecke waren auf einmal lauter Cosplayartikel, Pornos, Sexspielzeuge usw. Irgendwie störte sich auch niemand daran, dass sich da auch Minderjährige rumtrieben, aber was soll’s, mich störte es nicht.

Video: Cosplay und Vibratoraction :) (16 MB)

In dem gleichen Gebäude zeigte ich dann den Japanern erst mal, wo der Hammer hängt. Ein paar Kids machten sich über mich lustig, als ich an einem der vielen Greifautomaten 100 Yen investierte und, das muss ich zugeben, übel versagte. Aber nur, weil ich die Bedienung falsch verstanden hatte. Danach spielten dann die Japaner, allerdings ohne Erfolg. Souverän zeigte ich ihnen, wie man mit 100 Yen an einen Irokesenteddy gelangt.

Video: Vou lose! (2,5 MB)
Video: You win! (4 MB)

So wird das gemacht, \o/

Aber das waren bestimmt n00bs, denn im nächsten Stockwerk gaben andere Zocker eine Kostprobe ihres Könnens. Vor allem einer, der Pop’n'Music spielte, verdient die Bezeichnung Cyborg.

Was für ein Cyborg… (5 MB)
Es wird getanzt und getrommelt (12 MB)

Ein derart interessantes Sammelsurium von verschiedenen Geschäften in einem Gebäude ist mir bisher jedenfalls noch nicht untergekommen. Aber ich wollte nicht den ganzen Tag in einem Gebäude verbringen, deshalb ging es von da aus erstmal in die kleineren Gassen, in denen sich unzählige Geschäfte kleinerer und mittlerer Größe befinden. Alles, was man zum Thema PC-Hardware, Software, Kameras, Konsolen, Radios, Fernseher usw. sich nur vorstellen kann, wird man hier wohl auch kaufen können. Das Angebot ist schier unüberschaubar, Preisvergleich artet in Stress aus. An manchen Ecken sind Tische aufgestellt, an denen eher zwielichtig aussehende Typen ihren Kram verticken, der nicht weniger zwielichtig erscheint :)

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Hier kann man nach Lust und Laune stöbern.

Als nächstes lockte mich die Taito Game Station mit ihrem Ruf, dem ich nur allzu bereitwillig folgte. Auf mehreren Stockwerken wird eine geniale Auswahl an Spielautomaten geboten, wie ihr anhand der Videos sehen könnt.

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Video: Shmup (2 MB)
Video: Parade der Automaten (13 MB)
Video: Half-Life und Gundam (7 MB)
Video: Card battle games (8 MB)

Die Taito Station ist also auf jeden Fall einen Besuch wert und vielleicht die beste Spielhalle, in der ich bisher war.

Je dunkler es wurde, desto schöner wurde Akihabara. Überall blitzte und glänzte etwas, strahlte eine Leuchtreklame, lief ein Monitor mit irgendwelchen Videos. Schaut euch die Fotos an und sagt mir, dass das nicht schön ist ;-)

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Die Videos verdeutlichen, was ich meine:

Video: In den Gassen Akihabaras 1 (9 MB)
Video: In den Gassen Akihabaras 2 (4 MB)
Video: Akihabara und ab in den Club Sega! (30 MB)
Video: Club Sega (3 MB)

Damit war aber noch nicht Schluß mit den interessanten Sachen. Direkt am Bahnhof gab es eine Aktion von Ai Madonna , die live ein Bild malte. Die Leinwand war an einem Wagen befestigt, auf dessen Dach zwei Typen saßen und als DJs fungierten. Dazu sprang Ai durch die Gegend, headbangte, malte, oder redete mit den Zuschauern. Super war das! Auf einmal kam noch ein Cosplay Typ hinzu, der ebenfalls mit Tanzen anfing und die Menge zusätzlich erheiterte. Die Stimmung war ausgelassen, aber ich musste noch schnell in einen berühmt-berüchtigten Sexshop, der sich direkt um die Ecke befindet. Dort gab es auf 7 Stockwerken alles, was man sich an Fetischen ausdenken und nicht ausdenken kann, Sex-Cosplay ohne Ende, DVDs, einfach alles. Das Besondere an dem Shop: im obersten Stockwerk gibt es eine Kabine, in der sich die Besucher ein Kostüm anziehen, oder einfach nichts anhaben, sich ablichten lassen, und das Foto als Polaroid in das Treppenhaus gehangen wird. Die Wände waren voll mit den Fotos, auf denen teilweise auch die Namen der Leute mit aufgeschrieben sind. Fotos oder Videos habe ich nicht, da die Leute relativ streng darauf achteten, dass nichts dergleichen gemacht wurde. Rappelvoll war der Laden, wohl auch, weil der ein oder andere Tourist wie ich mal einen Blick riskieren wollte :-D

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Ai Madonna bei der Arbeit.

Video: Ai Madonna 1 (2 MB)
Video: Ai Madonna 2 (1 MB)

Dummerweise hatte ich keinen Platz mehr auf meiner Speicherkarte, denn ich hätte gerne mehr Fotos oder Videos von dem Event rund um Ai Madonna gemacht. Damit war dann meine erste Verabredung mit the woman of matchless beauty vorüber, und, was soll ich sagen, es war Liebe auf den ersten Blick. Ich werde bestimmt noch mal hierher kommen und dann richtig in den wichtigen Geschäften, den Spieleläden, stöbern.

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