Archiv für 21. März 2008

Meine Zeit in Tokyo neigt sich allmählich dem Ende zu, Grund genug also, den Tag mit einem straffen Sightseeing-Programm zu füllen! Für den guten Start in den Tag sorgte ein leckerer Dosenkaffee, nämlich eine weitere Sorte der Marke „Fire“. Die ist mein bisheriger Favorit und sehr zu empfehlen.

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Hmm lecker. Die meisten Kaffees der Marke “Fire” von Kirin sind recht gut.

So gestärkt stürzten Yvonne und ich ins Getümmel in Harajuku. Wir waren da zwar schon mal, aber wir hatten uns nur auf die Omotesando, die Hauptstraße, konzentriert. Der wesentlich charmantere Teil befindet sich aber, wenn man von der Station Meiji Jingu-mae kommt, links von der Omotesando. Lauter kleine Gassen mit unzähligen Boutiquen laden hier zum Shopping-Overkill ein. Yvonne hat sich erstmal nicht mehr eingekriegt, denn direkt zu Anfang bot sich uns folgendes Bild:

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So, da soll noch mal einer sagen, mein Name wäre komisch. Sobald ich Mozart ins Spiel bringe, kennt auf einmal jeder “Wolfgang”. Vielleicht sollte ich es in Zukunft zur Abwechslung mal mit “Wolfgang Puck” versuchen, falls jemand Mozart nicht kennen sollte.

Tja, ist mein Name wohl doch nicht so komisch und total selten, wa? Aber zurück zum Shopping. Ich habe nach ein paar Sneakern geschaut, nur für den Fall, dass der Sekundenkleber an meinen Schuhen doch nicht hält, hehe. Schuhe sind hier eigentlich recht preiswert, wenn man nicht gerade das superneueste Modell haben möchte. Die Asics, die ich haben wollte, waren leider superneueste Modelle, kosten also so viel wie in Deutschland, deshalb habe ich auf den Kauf erstmal verzichtet. Manchmal kam es mir in den Straßen dort wie in der Ehrenstraße in Köln vor, inklusive der obercoolen Chopperfahrer, die rumcruisen, um sich der einkaufenden Meute zu präsentieren. Im Gegensatz zu den deutschen Pendants sind die hier aber apokalyptisch laut, auch wenn kleine Japaner auf riesigen Motorrädern leicht deplatziert wirken. Da ändert auch eine Krachschneise in Kombination mit einer Pickelhaube als Helm nichts daran :-). Ein Muss auf unserem Plan war das Prada-Gebäude, das sich tatsächlich als sehenswert erwies.

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So sieht es in den kleineren Straßen von Harajuku aus.

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Schick sah das aus, vor allem der Bogen an der Seite. Prada war schon immer cool.

 

Nicht schlecht. Einen Blick von Innen wollte ich nicht riskieren. Als wir uns der Tür näherten, machte der freundlich lächelnde Japaner schon einen Schritt vor die Tür, was mir den Eindruck vermittelte, dass man Touristen eher nicht im Gebäude haben möchte, außer sie sehen nach ausreichend Kaufkraft aus. Macht ja nichts, denn mit dem Plebs am Grabbeltisch bei Prada geben wir uns heute eh nicht ab, denn wir werden zu Gast am Hofe seiner Majestät sein! Yvonne hatte uns einen Platz bei einer Führung im Kaiserpalast reserviert. Das steht noch nicht mal im Lonely Planet, aber Yvonnes weises, taiwanesisches BBS wusste da mehr. Einigermaßen gespannt machten wir uns auf den Weg, um direkt mal zu spät dort anzukommen, weil wir das Eingangstor verwechselten. Aber oh Wunder, es wurde auf uns gewartet. Schon von weitem winkte uns ein Mitarbeiter der Wache auf dem Gelände des Kaiserpalasts heran, Glück gehabt! Kaum waren wir durch das Tor geschritten, begann die Führung nach einer kurzen Einleitung. Man bekommt auf dem Gelände des Kaiserpalasts nichts von dem Lärm in Tokyo mit. Der einzige Lärm wurde von unserem Tourguide gemacht, der mit einem Megaphon die meiste Zeit damit beschäftigt war, unsere Gruppe in geordnete Bahnen zu lenken. Jeder wollte ein Foto nur mit sich auf dem Bild haben, also gab es ständig Ausreißer, die schnell aus der Reihe sprangen, ein Foto machten und danach wieder in die „Reihe“ zurück huschten, animiert von den hektischen Rufen und Gesten unserer Begleiter. Das erinnerte mich an die Schulzeit in der Grundschule, als man immer schön in zwei Reihen gehen sollte, sich am besten noch an die Hand nehmen sollte. Fehlte nur noch, dass es für die Männlein blaue, und für die Weiblein rote Käppchen gab. Aber hey, es ist immerhin der Kaiserpalast! Selbiger ist sehr imposant, weil riesig. Alles ist sehr schlicht und reduziert gehalten, wie ihr an den Bildern erkennen könnt. Dennoch kommen zu keinem Zeitpunkt Zweifel auf, dass hier Tradition, Geld und Macht vereint werden. Am Anfang erkennt man gar nicht, wie groß und weitläufig das Gebiet ist, aber das ändert sich, wenn man erstmal davor steht. Was mir noch auffiel, war, dass auf mich alles sehr kühl wirkte, was ich aber generell mag, wenn es um Architektur geht.

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So ging es los…

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…vorbei an diesem alten Wachturm…

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und einigen anderen Gebäuden. Schaut euch die Fotos an, die ich vom uns zugänglichen Teil des Palastes gemacht habe. Weitere, sehr hübsche, wenn auch kleine Fotos vom Inneren des Palastes könnt ihr hier finden. Der Kaiser weiß, wie man hübsch wohnt. Ob man für die Fotos wohl die Kerosin-Heizer versteckt hat?

Während der Tour erfährt man einiges über die Geschichte der Gebäude und der Kaiserfamilie. Am Ende machte ich noch ein Erinnerungsfoto mit dem superhektischen Helfer, der wohl immer einen Puls von 160 aufwärts haben muss, aber auch ausgesprochen nett war.

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Ach ja, Videos habe ich auch noch gemacht, da:

So ging es los (7,5 MB)
Einer unserer hektischen Begleiter (4,5 MB)
Ein hübscher Platz (5 MB)
Auf der Brücke (7 MB)

Ich musste dann unbedingt noch Quintrix Records in Shibuya besuchen. Quintrix ist DER Laden in Tokyo für alles rund um Psytrance. Dort habe ich in zig CDs reingehört und mich mit vielen Flyern eingedeckt…nur für den Fall, dass ich länger in Japan bleibe und vielleicht mal auf die ein oder andere Party möchte :-)

Für den Abend war Roppongi unser Ziel. Roppongi ist das Partyviertel für Ausländer. Die meisten Restaurants, Clubs und Bars bieten englischsprachige Menüs an und man muss sich hier keine Sorgen machen, dass man an der Tür abgewiesen wird, was ansonsten schon mal vorkommen kann. Die Dichte an Restaurants mit internationaler Küche ist hier auch dementsprechend hoch, denn vielleicht möchte der ein oder andere Ausländer ja mal etwas anderes als japanische Küche haben oder sie gänzlich vermeiden. Wie dem auch sei, hier wird man fündig. Man gewinnt hier beinahe den Eindruck, dass es mehr Ausländer als Japaner in Tokyo gibt. Ausländer wollen wir aber nicht sehen…sind wir ja selber. Also ab zum Mori Tower, einer der höchsten Wolkenkratzer Tokyos.

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So sieht der Mori Tower bei Nacht aus.

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Und so die Spinne vor ihm.

In diesem Komplex namens „Roppongi Hills“ befinden sich viele Boutiquen, Kinos und Restaurants, außerdem noch die Zentrale von AsahiTV, die wir auch noch besichtigt haben.

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Das bin ich in der Zentrale von AsahiTV, zusammen mit meinen Freunden vom Kochstudio. Hallo!

Nachdem wir beim Besuch des Tokyo Towers nicht die Möglichkeit genutzt hatten, Tokyo bei Nacht aus der Höhe zu betrachten, holten wir das heute im Mori Tower nach. Aus dessen 52. Stockwerk hat man eine wunderbare Sicht über Tokyo, wie ihr an den Bildern erkennen könnt.

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Die Lichter der Großstadt. Irre hübsch von hier oben.

Mann, Mann, das sieht wirklich toll aus. Viele Paare hockten auf den Bänken vor den riesigen Panoramascheiben und schauten gemeinsam auf Tokyo herab…romanchiku! In der Cocktailbar nebenan bekommt man zu seinem Cocktail gratis eine kaum schlagbare Aussicht geboten. Im 53. Stockwerk gibt es das Mori Museum, das eine Sammlung zeitgenössischer Kunst präsentiert. Fotos durfte man dort nicht machen, was sehr schade war. Einige Exponate sind nämlich großartig. Der Besuch des Museums war auch “schon” der letzte Punkt auf unserem Plan. Auf dem Rückweg entdeckte ich noch meine alten Freunde und Partner in Momenten der Gefahr, die Waschbären.

 

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<3

Die wissen soooo gut über die Welt Bescheid! So, schaut euch die Fotos an, denn dafür lade ich sie hoch :-)

 

 

 

 

 

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