Jo, lasst uns arbeiten, und zwar hier:
Schön, oder? Also ich finde es toll, mit solch einer Aussicht arbeiten zu können. Dazu noch die Sonne und die körperliche Arbeit, sehr schön. Gearbeitet wird von 7 Uhr bis 10 Uhr, dann gibt es eine Teepause, nach der es bis 12.30 Uhr weitergeht. Das anschließende Mittagessen fällt immer sehr opulent aus. 12.30 Uhr ist somit auch das Ende meiner Arbeitszeit, also habe ich so ab 13.30 Uhr, nach dem Mittagessen, frei. Das ist gut, denn so bekomme ich vielleicht auch mal etwas von Japan zu Gesicht, während ich WWOOFe, nicht wie bei den bisherigen Hosts. Ben und Naka-chan verlassen die Farm heute bzw. in den nächsten Tagen, was besonders im Falle von Ben schade ist. Er labert zwar manchmal Stuss, so dürfen ihm zufolge z.B. Deutsche und Amerikaner nicht so ohne Weiteres den Führerschein in Japan bekommen, weil sie den Vertrag von Versailles nicht unterschrieben haben. Lol? Aber er ist ansonsten ziemlich nett und braucht, wie ich, irgendwie doch Kaffee und Internet, um glücklich zu sein hehe. Internet gibt es hier bei Iijimas aber nicht, es sei denn, ich gehe auf die Straße und kapere das WLAN eines Nachbarn. Das ist aber ungemütlich und auch irgendwie verdächtig, wenn ich mit dem Laptop vor dem Haus des Nachbarn stehe J. So, genug davon, heute habe ich mir die Gegend angeschaut, während ich mit Ben auf der Suche nach Kaffee und WLAN war. So sieht es hier in Miurakaigan aus:
Video: Meer (13 MB)
Video: Meer (16 MB)
Video: Meer (13 MB)
Gut, oder? Ich habe sogar eine deutsche Bäckerei gefunden! Verrückt, oder? Sie heißt „Brot Baum“ und der japanische Besitzer hat in Deutschland das Backen gelernt. Er macht wirklich gutes Brot, ein Roggenmischbrot, genannt kuropan , Schwarzbrot. Es ist kein Schwarzbrot, sondern schmeckt wie ein normales Graubrot. Der Preis ist allerdings astronomisch. Für 400g bezahle ich 750 Yen! Egal, das war es mir wert, denn das gute Brot aus der Heimat vermisse ich schon. Dafür gab es aber noch einen Totoro, der seinen dicken Bauch bis oben hin mit Schokolade gefüllt hatte. Lecker!
Wie auf Bestellung übte sich am Strand noch eine Gruppe Menschen im Schwertkampf.
Hier gefällt es mir schon mal. Nachdem ich Ben zum Bahnhof gebracht hatte, ging es zurück zur Farm. Abends war dann schon mal eine von mehreren Abschiedsfeiern für Naka-chan angesetzt, der insgesamt über ein halbes Jahr hier war. Er war aber ein volunteer, kein WWOOFer. Die Hauptabschiedsfeier fand in einem traditionellen izakaya statt, wo die niedrigen Tische in Kombination mit meiner Ungelenkigkeit für Erheiterung sorgten. Es gab richtig gutes Essen und Alkohol in rauen Mengen. Gott, waren die alle breit, haha, während the German Eiche nicht gefällt werden konnte, lol.
Am nächsten Tag fielen zwei Leute ob der Nachwirkungen des gestrigen Abends aus, aber es kam Verstärkung an der WWOOFer Front, und zwar in Form von Lily, einer Chinesin. Ungeachtet des vorherigen Abends ging es am heutigen Abend direkt weiter. Ich habe immer nur „Naka-chan!! Nonde, nonde!“ gehört. Der arme Naka-chan…immer muss er trinken hihi. Wieder ein feucht-fröhlicher Abend, wie ihr an den Bildern erkennen könnt.
Ich bin – natürlich! – auf keinem der Bilder betrunken gewesen
Bisher ist es spaßig hier.












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