Archiv für März 2008

Mit der war ich heute verabredet. Ich hatte schon viel von ihr gehört, einiges über sie gelesen und ab und zu auch mal einen Blick auf sie erhaschen können, wenn irgendwo ein Foto von ihr zu sehen war. Allein ihr Name ist schon Poesie: Akihabara. Yvonne war für 2 Tage nach Hakone gefahren, und ehrlich gesagt, war ich froh darüber, denn sie hätte wahrscheinlich nur gestört hehe. Nachdem ich mich für die Verabredung schön in Schale geworfen hatte, ging es los. Als ich aus der Metro nach oben kam, wurde ich direkt freundlich begrüsst:

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Hallo!

Yodobashi Akiba habe ich dann auch erstmal kurz erkundet. Von alt eingesessenen “Fans” Akihabaras wird Yodobashi Camera nicht gerne gesehen, da es die “Seele” Akihabaras zerstöre. Durch Yodobashi und andere Unternehmen wie Starbucks erfahre Akihabara eine Gentrifizierung, die von vielen Leuten nicht gerne gesehen wird. Yodobashi ist eine Kette, vergleichbar mit Saturn, nur größer. Es gibt ein paar sehr gute Preise bei Sonderangeboten, aber der Rest ist doch relativ teuer. Eine 1 GB SD-Karte kostet z.B. 2480 Yen, während eine Strasse weiter es die gleiche Karte in einem Hinterhofgeschäft für 1300 Yen gibt. Man sollte sich das dennoch mal angeschaut haben, denn der Lärm und Einkaufsterror ist hier besonders gut zu erfahren.

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Das Yodobashi Camera Monster in Akihabara.

Video: Yodobashi Camera (4 MB)

Von hier aus startete ich dann meinen Geek-Tag. Unzählige Geschäfte reihen sich in Akihabara aneinander. Ich wusste gar nicht, wo ich zuerst reingehen sollte. Nachdem ich den Entschluss gefasst hatte, mir zunächst einen Überblick zu verschaffen, und dann einzelne Geschäfte zu besuchen, begann der Tanz mit der Schönheit, und zwar im Tokyo Anime Center im UDX Tower.

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Da sind sie versammelt, die Kollegen!

So richtig interessant war das aber nicht, deshalb verweilte ich auch nicht lange. Heraus aus der Ruhe des UDX Towers, ab in die Hölle? Ein wenig kam es mir so vor.

Video: Pachinko overkill! (14 MB)

Es war tolles Wetter, Sonntag, und deshalb waren eine Menge Leute unterwegs. Die Haupteinkaufsstrasse war sogar für den Autoverkehr abgeriegelt worden! Deshalb sah es da so aus:

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Toll, nicht wahr? Auf der Strasse versuchten sich einige Leute im Bardentum, während andere dem Alltag durch ein wenig cosplay zu entrinnen versuchten. Wie im Paradies fühlte ich mich hier. Die Atmosphäre war toll, die Leute gut gelaunt und es passierten viele interessante Sachen. Besonders gut gefiel mir eine junge Sängerin, sowie eine Girl Group, bei der der Fanclub zum Schreien komisch war. Aufgefallen war mir das übrigens, als ich in einer Spielhalle das WC aufsuchte. Folgender Blick bot sich mir aus dem Fenster:

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Hin da!

Die Mädels, die dort sangen, waren alle irgendwie niedlich, aber die Fanclubs waren das beste an der Show. Achtet bitte auf die Typen in dem dritten Video!

Video: Gut macht sie das! (5 MB)
Video: Yay, die rockt! (10 MB)
Video: Die Fans sind die wahren Stars! (13 MB)

Akihabara ist eben nicht nur eine Gegend, in der man alles zum Thema Elektrik oder Elektronik finden kann, sondern auch ein Platz für otaku bzw. Geeks…also ein Platz für mich. Cosplay mache ich aber trotzdem nicht :x

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Hihi, Männer für euch, Swantje und Esme!

Weiter ging es mit der Tour durch diverse Geschäfte und Spielhallen. Von den Eindrücken habe ich ein paar Videos gemacht. Die merkwürdigsten Kombinationen gab es dort. In einem Stockwerk gab es Kinderkostüme, Drogerieartikel, und direkt um die Ecke waren auf einmal lauter Cosplayartikel, Pornos, Sexspielzeuge usw. Irgendwie störte sich auch niemand daran, dass sich da auch Minderjährige rumtrieben, aber was soll’s, mich störte es nicht.

Video: Cosplay und Vibratoraction :) (16 MB)

In dem gleichen Gebäude zeigte ich dann den Japanern erst mal, wo der Hammer hängt. Ein paar Kids machten sich über mich lustig, als ich an einem der vielen Greifautomaten 100 Yen investierte und, das muss ich zugeben, übel versagte. Aber nur, weil ich die Bedienung falsch verstanden hatte. Danach spielten dann die Japaner, allerdings ohne Erfolg. Souverän zeigte ich ihnen, wie man mit 100 Yen an einen Irokesenteddy gelangt.

Video: Vou lose! (2,5 MB)
Video: You win! (4 MB)

So wird das gemacht, \o/

Aber das waren bestimmt n00bs, denn im nächsten Stockwerk gaben andere Zocker eine Kostprobe ihres Könnens. Vor allem einer, der Pop’n'Music spielte, verdient die Bezeichnung Cyborg.

Was für ein Cyborg… (5 MB)
Es wird getanzt und getrommelt (12 MB)

Ein derart interessantes Sammelsurium von verschiedenen Geschäften in einem Gebäude ist mir bisher jedenfalls noch nicht untergekommen. Aber ich wollte nicht den ganzen Tag in einem Gebäude verbringen, deshalb ging es von da aus erstmal in die kleineren Gassen, in denen sich unzählige Geschäfte kleinerer und mittlerer Größe befinden. Alles, was man zum Thema PC-Hardware, Software, Kameras, Konsolen, Radios, Fernseher usw. sich nur vorstellen kann, wird man hier wohl auch kaufen können. Das Angebot ist schier unüberschaubar, Preisvergleich artet in Stress aus. An manchen Ecken sind Tische aufgestellt, an denen eher zwielichtig aussehende Typen ihren Kram verticken, der nicht weniger zwielichtig erscheint :)

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Hier kann man nach Lust und Laune stöbern.

Als nächstes lockte mich die Taito Game Station mit ihrem Ruf, dem ich nur allzu bereitwillig folgte. Auf mehreren Stockwerken wird eine geniale Auswahl an Spielautomaten geboten, wie ihr anhand der Videos sehen könnt.

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Video: Shmup (2 MB)
Video: Parade der Automaten (13 MB)
Video: Half-Life und Gundam (7 MB)
Video: Card battle games (8 MB)

Die Taito Station ist also auf jeden Fall einen Besuch wert und vielleicht die beste Spielhalle, in der ich bisher war.

Je dunkler es wurde, desto schöner wurde Akihabara. Überall blitzte und glänzte etwas, strahlte eine Leuchtreklame, lief ein Monitor mit irgendwelchen Videos. Schaut euch die Fotos an und sagt mir, dass das nicht schön ist ;-)

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Die Videos verdeutlichen, was ich meine:

Video: In den Gassen Akihabaras 1 (9 MB)
Video: In den Gassen Akihabaras 2 (4 MB)
Video: Akihabara und ab in den Club Sega! (30 MB)
Video: Club Sega (3 MB)

Damit war aber noch nicht Schluß mit den interessanten Sachen. Direkt am Bahnhof gab es eine Aktion von Ai Madonna , die live ein Bild malte. Die Leinwand war an einem Wagen befestigt, auf dessen Dach zwei Typen saßen und als DJs fungierten. Dazu sprang Ai durch die Gegend, headbangte, malte, oder redete mit den Zuschauern. Super war das! Auf einmal kam noch ein Cosplay Typ hinzu, der ebenfalls mit Tanzen anfing und die Menge zusätzlich erheiterte. Die Stimmung war ausgelassen, aber ich musste noch schnell in einen berühmt-berüchtigten Sexshop, der sich direkt um die Ecke befindet. Dort gab es auf 7 Stockwerken alles, was man sich an Fetischen ausdenken und nicht ausdenken kann, Sex-Cosplay ohne Ende, DVDs, einfach alles. Das Besondere an dem Shop: im obersten Stockwerk gibt es eine Kabine, in der sich die Besucher ein Kostüm anziehen, oder einfach nichts anhaben, sich ablichten lassen, und das Foto als Polaroid in das Treppenhaus gehangen wird. Die Wände waren voll mit den Fotos, auf denen teilweise auch die Namen der Leute mit aufgeschrieben sind. Fotos oder Videos habe ich nicht, da die Leute relativ streng darauf achteten, dass nichts dergleichen gemacht wurde. Rappelvoll war der Laden, wohl auch, weil der ein oder andere Tourist wie ich mal einen Blick riskieren wollte :-D

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Ai Madonna bei der Arbeit.

Video: Ai Madonna 1 (2 MB)
Video: Ai Madonna 2 (1 MB)

Dummerweise hatte ich keinen Platz mehr auf meiner Speicherkarte, denn ich hätte gerne mehr Fotos oder Videos von dem Event rund um Ai Madonna gemacht. Damit war dann meine erste Verabredung mit the woman of matchless beauty vorüber, und, was soll ich sagen, es war Liebe auf den ersten Blick. Ich werde bestimmt noch mal hierher kommen und dann richtig in den wichtigen Geschäften, den Spieleläden, stöbern.

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Heute war ein wunderschöner Tag mit strahlendem Sonnenschein, und deshalb haben Yvonne und ich die Gelegenheit genutzt, den Ueno Park zu erkunden. Laut “Lonely Planet” ist hier zur Zeit der Kirschblüte die Hölle los, denn der Park erfreut sich überaus großer Beliebtheit, was nicht zu übersehen war. Dank des guten Wetters war es ziemlich voll dort und alle hatten die Überraschung über die frühe Kirschblüte gemein. Natürlich musste ich vor der ersten sakura Blüte meines Japanaufenthaltes rumposen:

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Yay, da war ich ganz schön stolz :)

Alle Leute waren total verrückt nach den Kirschblüten und wunderten sich, dass die Blüte dieses Jahr schon so früh begann. Mir konnte es nur recht sein, daher ging es weiter in den Park hinein, der eine Menge zu bieten hat. Es gab hier einige Tempel und Schreine zu sehen, darunter auch so wichtige wie den Kiyomizu-Kannon-Tempel, den Benzaiten-Tempel, und vor allem den Toshogu. Toshogu? Den gab es doch schon in Nikko?! Ja, aber als Toshogu werden alle bezeichnet, in denen Tokugawa Ieyasu eingeschreint ist. Von der Sorte gibt es noch circa 200 weitere in Japan, deshalb werde ich vielleicht noch ein oder zwei Mal etwas von einem Toshogu schreiben.

Video: Ich mache Götter auf mich aufmerksam! (4 MB)

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Die Statue von Saigo no Takamori. Direkt daneben lungerten übrigens folgende Kollegen herum:

Video: Panflöten-Mafia. (8 MB)

Soso, die gibt es also nicht nur in deutschen Fußgängerzonen. Insgesamt gesehen ist der Ueno Park aber eine schöne Anlage; kein Wunder, dass sich so viele Leute hier rumtreiben. Sehenswürdigkeiten gibt es viele, darunter auch einige Museen, die aber aufgrund der Eintrittspreise für mich nicht wirklich in Frage kamen. Den Zoo habe ich mir auch gespart, trotz der tollen Pandas, die dort gehalten werden. Mir reichen die Warnschilder mit den Tieren, da musste ich den Zoo nicht haben. Vielleicht lag es aber auch daran, dass der “Lonely Planet” ihn nicht sonderlich empfohlen hatte. Bei unserem Rundgang schlug ich vor, einen kurzen Abstecher zur Iwasaki-Villa zu machen, die in unmittelbarer Nähe zum Ueno Park liegt. Entworfen wurde sie vom berühmten Architekt Josiah Conder, der für einige berühmte Gebäude in Japan verantwortlich zeichnet, u.a. Tokyo Eki (Bahnhof). Mir hat das gesamte Gelände mit dem tollen Garten sehr gut gefallen, doch das Highlight war, dass wir, ohne es zu ahnen, ein Konzert geboten bekommen sollten. Ein Japaner sprach mich mit den üblichen Fragen an, woher ich denn käme usw.. Zu meiner Überraschung sprach er sehr gut Englisch und sogar Deutsch, zeigte sich sehr interessiert an Köln und wies mich darauf hin, doch auf das Konzert zu warten. Das machten wir dann auch, wie ihr im Video sehen könnt:

Video: Konzert in der Iwasaki-Villa (14 MB)

Die Pianistin kam ziemlich arrogant rüber, aber nur, bis sie auf dem tollen Teppich in der Villa blöd stolperte…der alte Clumsy-Schlumpf. Next up, Toshogu! Der Stammschrein der Tokugawa Familie war nicht so beeindruckend wie der in Nikko, aber definitiv einen Abstecher wert, besonders der Weg zum haiden, sando, weil unter anderem die Laternen aus Kupfer sehr toll waren. Die untergehende Sonne und die Bäume zu beiden Seiten taten sicher auch ihr übriges dazu bei.

Hier ein paar Eindrücke aus dem Ueno Park Gelände:

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Die 5-stöckige Pagode.

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Der See, im Hintegrund die “Skyline” von Ueno.

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Torii!!

Für weitere Bilder schaut euch einfach die Galerie an. Auf dem Gelände trafen wir auch eine Familie aus Frankreich, deren Kinder mich ohne Unterlass angestarrt haben, warum auch immer. Achtet bitte auf das Gesicht des Mädchens und auf das Gesicht auf dem T-Shirt! WTF?!

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Das Mädchen hat sein Gesicht auf das Shirt drucken lassen :D

Nach dem Parkbesuch stand die Ameyoko auf dem Plan, eine Strasse, die nach dem zweiten Weltkrieg als Schwarzmarkt berüchtigt war. Heute drängen sich in dem Gebiet zwischen den Bahnhöfen von Ueno und Okachimachi unzählige kleine Geschäfte, Restaurants, und auch zwielichtige Gesellen. Um mal ein wenig vorweg zu greifen, diese Gegend gefiel mir persönlich besonders gut, weil hier eine besondere Stimmung herrschte. Den Ueno Park kann man gut mit den Kölner Gebieten wie Rathenauplatz oder Aachener Weiher vergleichen, aber nur, was die Stimmung betrifft. Die Leute waren auf jeden Fall entspannter und ich sah sogar lächelnde und locker wirkende Menschen, was in Shinjuku eher nicht der Fall war, weil alle zu sehr damit beschäftigt waren, cool zu sein. Mit einer Kanne Reissdorf bzw. japanischem Äquivalent läuft hier trotzdem keiner rum. Außer den Obdachlosen. Aber dazu will man ja - trotz aller Lockerheit - nicht gehören.

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Das macht Spaß! Überhaupt war der ganze Tag cool. Wie ihr sehr, habe ich neue Hobbies entwickelt. Ornithologie zum Beispiel. Aber auch die Warnschilder Japans haben mein <3 geklaut :-)

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Wie kann man das nicht lieben? Waschbären wissen es einfach besser.

Also, in diesem Sinne, hört öfter auf Waschbären!

Sakura!

57 Fotos

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Now Playing: Philosomatika.com - Webstream (b00m!)

Bekanntermaßen eine der teuersten Straßen der Welt und natürlich ein “must” auf dem Plan jedes Besuchs in Tokyo. Auf der to-do-Liste meines Lebens stand, dass ich einen überteuerten Kaffee und ein Stück Kuchen in einem Café auf der Ginza genießen muss. Richtig, Präteritum, denn diesen Punkt kann ich nun als abgehakt betrachten. Für läppische 1600 Yen gab es oben genannte Kombination im Grand Café auf der Ginza. Das Grand Café ist aber gar nicht so groß, dafür gilt hier eher das Motto “klein aber fein”. Der Tag begann damit, dass wir das Tourist Information Center, TIC, in der Nähe der Ginza aufsuchten, um uns mit Informationen und Kartenmaterial über Tokyo zu versorgen. Die dort arbeitenden Menschen sind allesamt äußerst nett und kompetent, die Informationen wertvoll, kostenlos, und weit über den Bereich Tokyo hinaus hilfreich. Wer also mal nach Tokyo reisen möchte, der kann sich vermutlich nirgendwo anders so gut und gleichzeitig kostenlos informieren. Gut, nun also zur Ginza selbst: wie zu erwarten war, kann man hier exzellent shoppen, vor allem, wenn man über einen gut gefüllten Geldbeutel verfügt. Da mein 8€ Portemonnaie im Emo-Grau-Schwarz-Pink-Burberry-Karo-Muster aber seit geraumer Zeit eine mindestens so harte Diät durchmacht, wie eine durchschnittlich dünne japanische Frau, war das nicht sonderlich interessant für mich. Mir fiel aber z.B. auf, dass das “Dior”-Gebäude, zumindest für meinen Geschmack, wieder das coolste Gebäude war, wie schon auf der Omotesando. Ansonsten findet sich dort alles, was Rang und Namen hat. Wenn nicht auf der Ginza selbst, dann in einer der kleinen Parallelstraßen. Der Besuch in den Boutiquen lohnte sich für mich aus mehreren Gründen nicht, daher gibt es auch nicht viel über die Ginza zu erzählen. Alles schön und gut, aber am Ende doch nur eine Einkaufsstraße, wenn man sich nicht gerade als fashionista betrachtet. Aber ich habe sie gesehen, dort Kaffee getrunken und Kuchen gegessen, womit weitere Punkte auf meinem Kosmopoliten-Konto gut zu schreiben wären. Fotos und Videos habe ich dennoch gemacht. Leider war das Wetter nicht so gut, wie ihr unschwer erkennen könnt.

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Die Ginza bei diesigem Wetter.

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Ginza.

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\o/

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Das Dior-Gebäude gefiel mir sehr gut.

Mir persönlich gefiel der Ausstellungsraum von Nissan recht gut, während das Sony-Gebäude wohl vor allem für dich, Jean, der Hammer gewesen wäre. Um dich noch ein wenig neidisch zu machen, habe ich noch ein Notebook fotografiert, das dir sicher gefallen hätte :D

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Ich im Nissan-Ausstellungsraum. Ich will die Karre haben!

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Hey, sogar mir gefiel das, weil auch Preis und Leistung in einem ordentlichen Verhältnis standen.

Die Videos sollten noch einen guten Eindruck vermitteln können.

High-noon auf der Ginza! (10,5 MB)
Sound-Terror wie üblich! (9 MB)
Ich bin ein Chinese (10 MB)

Nach der Ginza wartete das Tokyo International Forum auf uns. Die Sehenswürdigkeit ist das Gebäude selbst, mit einer Atem beraubenden Architektur. Vor allem der gläserne Teil des in zwei Bereiche aufgeteilten Gebäudes ist einen Abstecher wert. Sehr, sehr hübsch.

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Die riesigen Veranstaltungshallen waren leider nicht zu besichtigen, da dort überall irgendwelche Events stattfanden. Vor Halle A sahen wir eine lange Schlange von Menschen, die wir uns natürlich ansehen mussten. Wo immer viele andere Menschen sind, muss man auch hingehen, da man ja wissen will, warum dort so viele andere Menschen sind. Das war schon zuvor auf der Ginza passiert, als eine Frau dort ohnmächtig wurde und umfiel. “Boah was ist da denn? Komm lass uns mal schauen!”. Gaffer…vor denen hat Hans Meiser schon damals bei “Notruf” gewarnt, aber so ist der Mensch nun mal. Auslöser für den Menschenauflauf war übrigens Ai Otsuka, ein japanisches Pop-Sternchen, die dort einen PR-Termin hatte. Überaus ordentlich warteten alle in einer Reihe, was in .de sicher in Chaos geendet hätte, wenn z.B. Lisa Bund irgendwo geträllert hätte. Hier schrie aber keiner der Fans, sondern alle warteten geduldig auf den Einlass, damit endlich teurer Merchandise ergattert werden konnte, bevor sich ein Platz für die Ankunft des Stars gesichert werden musste. So lange wollten wir nicht warten, denn es hätte noch 2 Stunden gedauert. Folgende Videodokumente veranschaulichen das Geschehen besser als meine Worte:

fan-tachi, auf geht’s! (14 MB)
Yay, eingekauft! Rubbelaction. (6 MB)
Blumen für die Dame. (10 MB)
Der Gang. (8 MB)

Emperor! Nicht nur eine meiner Lieblingsbands, sondern auch unser nächstes Ziel, zumindest sein Haus. Der Kaiserpalast war auf unserem Stadtplan markiert, also hin da! Lange hielten wir es nicht aus, weil es in Strömen zu regnen begann. Richtig genial fand ich die Statue von Masashige Kusunoki , der bis heute als _das_ Symbol schlechthin für Kaisertreue, Loyalität und Aufopferung für das Land gilt, aber aufgrund der Verwendung im Zusammenhang mit nationalistischen Strömungen nicht unproblematisch scheint.

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Ein Gänsehaut-Anblick.

Aufgrund des schlechten Wetters verließen wir den Platz aber schnell. Der “Lonely Planet” und die im TIC erhältlichen Stadtführer weisen im Übrigen nicht auf die Möglichkeit hin, den Kaiserpalast in einer geführten Tour zu besichtigen, aber Dank Yvonne und ihrem taiwanesischen BBS (sieht aus wie BTX vor 20 Jahren) haben wir uns einen Platz für eine Tour reserviert, sodass wir auf jeden Fall hierhin zurückkehren werden. Für ein paar Fotos und ein Video hat es dennoch gereicht:

Video: Mistwetter beim Kaiser. (8 MB)

Auf der Flucht vor dem Regen kam uns eine Spielhalle gerade recht. Dort sah ich auch zum ersten Mal Automaten, bei denen es das Ziel war, Mahjongg zu schaffen, damit man sich eine Art “Vergewaltigungsvideo” freischalten konnte. Sehr, sehr stranger Kram, den es vermutlich tatsächlich nur in Japan gibt. Ansonsten war das aber eine gute Spielhalle, was die Spiele betrifft. Der Reiz, sich ein paar Energy Drinks oder Dosenkaffees zu holen, zu rauchen und sich zu den Japanern zum Zocken zu gesellen, wird immer größer :-D

Video: Runter-mit-dem-Höschen-Mahjongg! (11 MB)

Der Tag ging zu Ende, nun war nur noch Rush-Hour in der Bahn angesagt. Wie eine Bahnfahrt in Japan aussieht und sich anhört, könnt ihr den Videos entnehmen. Ein Mal in normal, ein Mal in eng :-D

Video: Densha de go! (15 MB)
Video: g0t Klaustrophobie?

Und schon wieder ist ein Tag in Tokyo vergangen, oder, wie Andi zu sagen pflegt: “another day, another dollar.”

In diesem Sinne.

Ginza!

39 Fotos

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