Huch, keine Fotos? Um es vorweg zu nehmen: die wird es vorerst nicht mehr geben, denn ich Trottel habe es geschafft, meine wunderschöne Kamera zu vertanzen…ja, wieder ist etwas verlustig gegangen, dieses Mal leider meine Kamera. Da fällt mir nur ein:

Facepalm! Alt, aber treffend. Wahlweise auch ein beliebiges anderes.
Wie kann man so bescheuert sein? Ich hatte schon am Anfang ein ungutes Gefühl mit der Kamera in der Tasche, da die Kamera zierlich in ihren Ausmaßen ist. Fuck, nun ist es passiert. Das ist nicht nur wegen des Geldes schade, sondern auch wegen der Bilder und Videos, die ich gemacht und euch gerne gezeigt hätte. Wer es beim Titel schon erahnt hat…ich habe mich erneut in das Nachtleben Tokyos gestürzt und einen Club besucht, in dem eine Psytrance Party angekündigt war. Der Abend fing toll an, denn ich habe in einem Supermarkt im Bahnhof Shinagawa eine Ecke mit deutschen Bieren entdeckt und mir ein Gaffel, sowie ein Warsteiner gegönnt. Ach herrlich, das war mal eine willkommene Abwechslung zu den abscheulichen happoshus, die ich davor getrunken hatte – und von denen ich keine Bilder mehr habe
Zum Club: den habe ich erst gar nicht gefunden, befindet sich der Eingang doch in einem unscheinbaren Hochhausfoyer, zusammen mit Namensschildern diverser Firmenbüros. Der Club ist tatsächlich im 6. Stock eines Hochhauses! Umso mehr war ich überrascht, als sich der Aufzug im 6. Stock öffnete und ich mich in einem plüschigen, 70er Jahre, aber auch irgendwie futuristisch anmutenden Eingangsbereich wiederfand. Rein ins Vergnügen, wie immer sehr nette Leute und der Türsteher freute sich umso mehr, als ich im das Bier, das er bei der Kontrolle übersehen hatte, zur Verköstigung schenkte. Der Stil des Eingangsbereiches setzte sich im Innern fort. Der Club hatte 3 Etagen, mit einer Bühne und Tanzebene im unteren Bereich, einer Empore mit superbequemen Sesseln und Sofas im gleichen Stockwerk wie der Eingangsbereich, und einer weiteren Empore mit Bar im „dritten Stock“. Vielleicht war das früher mal ein Theater oder ein altes Kino, auf jeden Fall gefiel es mir hier auf Anhieb, weshalb ich auch begeistert Fotos machte. Es waren nur wenige Leute da, aber ich war auch ziemlich früh dran. Zum Glück kann ich nur sagen, denn „Cozy“, der erste DJ, legte so ein endgeiles Set auf, der absolute Wahnsinn. Zum Glück machte der seinem Namen nicht alle Ehre, denn wenn ich aus 5 GB Darkpsy und dunkel angehauchtem Full-On meine besten Tracks raussuchen würde, dann käme das nicht annähernd an das Set heran, das Cozy auflegte. Die Leute von Yabai Records haben es einfach drauf, wie, direkt im Anschluss an Cozy, B-55 erneut unter Beweis stellte. B-55 habe ich ja schon auf dem Nagisa gesehen, und auch wenn sein Set zu einem großen Teil dem des Nagisas glich, war es wieder super! Der Laden füllte sich merklich und die Stimmung war bestens, das Publikum bunt gemischt und wild tanzend. Soweit, so gut. Weiter ging es mit DJ Yuko, der mir nicht bekannt war, aber alleine dafür, dass er mein Lieblingslied von Absolum, sowie Phyx und Penta spielte, gebührt ihm mein ewiger Dank. Als nächstes war Mad Hatter an der Reihe, ein Brasilianer, und da fing der Abend an, merkwürdig zu werden. Zuerst bemerkte ich den Verlust der Kamera, was mich für kurze Zeit ob meiner eigenen Dummheit unfassbar wütend werden ließ. Als ich mich wieder beruhigt hatte und wieder tanzte, rempelte mich ein kleiner Japaner an, wobei ich mir nichts dachte. Der kam aber wieder und wollte allen Ernstes eine Prügelei anfangen, aus welchem Grund auch immer. Vielleicht habe ich mich zu lange mit einem Mädel unterhalten, auf das er ein Auge geworfen hatte. Auf jeden Fall nahm er mit theatralischer Geste seine Sonnenbrille ab – wohl ein Zeichen dafür, dass er jetzt bereit war oder so haha. Die Sonnenbrille hätte er lieber auf der Nase lassen sollen, denn so konnte jeder in den weit aufgerissenen Augen sehen, dass der Junge nicht nur durch Luft und Liebe so „gut“ drauf kam. Wie dem auch sei, meine Wut kehrte gerade wie Phönix aus der Asche zurück, mindestens ebenso heiß lodernd. Schon erschien ein Schwarm seiner Freunde, die mich sehr höflich darum baten, doch ein Stückchen von dem Typen wegzugehen. Der Freundlichkeit der jungen Menschen und dem guten Aussehen der beschwichtigend auf mich einredenden Japanerin hat es der Typ zu verdanken, dass er den Abend nicht als Fantastic-Four-Reed-Richards-lookalike mit verbogenen Gliedmaßen beendet hat. Mal ehrlich, das war kein Russe auf Tilidin und auch nicht der Standard Violent Dancer Muskelatze aus dem Hardcoremetier, sondern ein Wicht, dem die Drogen vorgaukelten, mehr zu sein als er war/ist.
Zurück zur Musik und zum weiteren Verlauf bzw. Ende des Abends. Mad Hatter und vor allem der nächste Act, Last Men Standing, ein Duo aus Ibiza, spielten das, was ich bisher noch nicht so gehört hatte und über das ich bisher nur in Foren gelesen hatte: Full-On-Pop. Konnte ich die Kritik vieler Leute in Foren bis dahin nicht nachvollziehen, ab da konnte ich es. Immer der ewig gleiche Beat mit billigen Melodien, ohne wirkliche Innovation und, noch viel schlimmer, Abwechslung. Die Menge sah das anders und feierte 2,5 Stunden lang ab, was das Zeug hielt. Mir hat das nicht so richtig gefallen. Um Punkt 6 Uhr war Schluss, wie immer in Japan bei solchen Partys. Die offizielle After-Party in einem Club in Shinjuku wollte ich mir deshalb auch nicht geben, trotz der drängenden Aufforderung der japanischen „Party-Freunde“…ein „special set“ der Last Men Standing hat mich alles andere als gereizt. In der Yamanote-Linie folgte die obligatorische Verschlaf-Runde, soll heißen: Shinagawa verpennt, ein Mal im Kreis durch Tokyo gefahren und es dann beim nächsten Versuch geschafft, wach zu sein. So gegen 10 Uhr kam ich wieder in Miurakaigan an. Wieder einmal schmeckte McDonalds so gut wie noch nie zuvor. Heiße Cheeseburger helfen über einiges hinweg, so zu dem Zeitpunkt auch über den Ärger mit der Kamera. Außerdem ist ein ordentliches food coma beste Vorbereitung für einen regenerierenden Schlaf, den ich auch dringend nötig hatte. In diesem Sinne: gute Nacht.
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13. Mai 2008 an 00:41
ansonsten
fuck die kleinen japaner!
beim nächsten mal direkt headbutt und das mädchen auf die schulter packen und von dannen stapfen!
und dumm das mit der kamera, kaufste dir dort eine neue?
wenn du glück hast findest du dort noch eine gameboy kamera für den alten gameboy!
13. Mai 2008 an 03:56
Hey Wolfgang!!
Das mit der Kamera ist ja wirklich wieder eine blöde Geschichte!!!!
Fällt mir auch nicht wirklich was zu ein :-/ Kann mich Andreas auch nur anschließen und fragen, ob du dir eine neue kaufen wirst?
Wäre mir das passiert, hätte der kleine Japaner nicht überlebt *proll*
Meine Bewunderung dafür, dass du ihn nicht sofort in den Boden gerammt hast^^
Jörg und ich waren jetzt auf dem Parkway Drive Konzert… Wie du beschrieben hast,
hätte mir da keiner blöd kommen dürfen
Lass den Kopf nicht hängen
Rock on!!!
Jörg
13. Mai 2008 an 04:21
ACH KACKE, MANN…….. und Vorsicht vor kleinen Japanern auf Droge !!!
Pass auf dich uff.
T
13. Mai 2008 an 05:42
Genau so, Andi. Ich werde mir aber wohl eine neue kaufen…ohne geht nicht! Hihi das mit der GB-cam ist ne gute Idee…passt auch in jede Tasche!
Jörg warst du bei der Nachmittagsshow im Underground? Oder am Abend? Diemuß ja echt genial gewesen sein \0/
Nah, T, vor Russen auf Droge muss man eher aufpassen. Tilidin ftw!
14. Mai 2008 an 00:00
Wir waren in der Abendshow und die war überirdisch gut!!!!
Von der Stimmung her mit das Beste, was ich jemals miterleben durfte *alleabgeh’n,alle*
Schade dass du nicht dabeisein konntest!! Holen wir nach, wenn du wieder in town bist^^
Hau rein, Keule!!!
Jörg
14. Mai 2008 an 04:36
Hey Wolle,
so´n Mist mit der Kamera… drücke Dir die Daumen, dass Du eine günstige Neue bekommst. Oh Mann, da wäre ich ja gerne dabei gewesen, als Dich ein kleinwüchsiger Japaner (hups) angemacht hat, der spinnt ja wohl. Denn hätten seine Freunde aber von der Kachel abkratzen können, wenn Du zugelangt hättest. Zeigefinger! “Gut, dass Du NICHT in den Ring gesprungen bist!”
Hört auf,vom Parkway Drive Konzert zu schwärmen, denn ich konnte leider nicht hin, weil ich auf einem verfickten Drei-Tages-Seminar in der Vulkan Eifel (Daun) verweilte… Da habe ich mich so lange drauf gefreut und dann so was, schnief
Pass auf Dich auf und bis demnächst.
14. Mai 2008 an 12:03
Cool…das Konzert war ja ruck-zuck ausverkauft. Deshalb haben die ja noch eine Nachmittagsshow gemacht, was ich recht cool fand. Auf jeden Fall besser, als das Konzert in einen groesseren Laden zu verlegen. In der LMH waere es sicher nicht so gut gewesen, alleine schon wegen des Platzes, den die ganzen Violent Dancer Spassten dann gehabt haetten.
Hey Jean, drei Tage Seminar in der Vulkaneifel hoert sich doch gut an…hast bestimmt den ganzen Tag nur mit Kollegen gesoffen, wa, altes Haus
14. Mai 2008 an 19:48
Hey,
kennst mich doch, Alkohol kommt mir nur jedes Schaltjahr in die Kehle, daher war es nur anstrengend, aber auch ganz nett. Dort gab es eine Muckibude und ein paar netten Strecken zum Joggen und so habe ich Zeit doch flott rumbekommen. Wie auch immer, ich habe auf jedem Fall eine Menge gelernt, was mir im Job definitiv hilft. Es muss ja weitergehen und damit mir nicht die Mitarbeiter auf dem Kopf tanzen, muss ich ja einen Werkzeugkoffer anlegen (wie es doch so schön dieser Trainer mitteilte, wenn er mal Zeit zwischen seinen ganzen eigenen übersteigerten Selbstdarstellungen hatte…). Hau rein!
14. Mai 2008 an 23:36
so so, mein lieber jean… dann stell schon mal das bierchenkalt, denn wir befinden uns in einem schaltjahr… haha, das wird lustig.
liebe grüße…
ach und wolfgang, dumme geschichte das ist. aber mach´ dir nix draus. solange du dich nicht vertanzt hast ist alles gut
15. Mai 2008 an 03:41
@ rockon und Jean: Es ist Schaltjahr? Kann ich mich dem “Umtrunk” anschließen? *lol*
15. Mai 2008 an 04:54
Klar kannst Du das! Wir ziehen ja in den nächsten 2 Wochen um und wenn dann irgendwann alles steht und noch immer Sommer ist, dann machen wir ne Party im Garten und dann bist Du natürlich auch eingeladen!