Archiv für Juni 2008

Kyoto, Teil 3 = Tempelmarathon, Teil 3. Auch am dritten Tag änderte sich nicht sonderlich viel am grundlegenden Programm für Kyoto, d.h. es war Sightseeing angesagt, und zwar wiederum für den ganzen Tag. Ach, nicht ganz, denn am Morgen regnete es erstmal, weshalb ich erst gegen Mittag losging. Dafür wurde es um so schneller richtig schön schwül, denn Kyoto ist für seine Killerhitze im Sommer berühmt-berüchtigt. Dabei ist es hier noch nicht einmal Sommer, sondern noch japanischer Frühling. Für mich als an deutsches Klima gewöhnten Menschen ist das allerdings schon die reinste Waschküche…ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, wie man noch mal 10-15 Grad mehr bei noch höherer Luftfeuchtigkeit ertragen soll.

Zum Glück befand bzw. befindet sich das erste Ziel, der Shimogamo-jinja, mitten in einem urwüchsigen Wald. Der Schrein gehört zu den ältesten überhaupt und wird auf das 2. Jh. vor Christus datiert. In dem Wald ringsherum wurden bei Ausgrabungen Fundstücke aus der Yayoi-Zeit entdeckt und zudem gilt der Wald als naturbelassen, d.h. er wurde nicht in seiner jetzigen Form gepflanzt, sondern entwickelte sich ohne wesentliche Eingriffe von Menschenhand. Den Status des Weltkulturerbe hat er sich verdient, ist das Gelände doch eine Augenweide und die Einbettung in den dichten Wald grandios.

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Warum die Krähenfiguren dort stehen weiß ich übrigens nicht. Wer mehr über die Geschichte, die verschiedenen Nebenschreine, matsuri und so weiter erfahren will, der kann den Link oben klicken, ansonsten gibt es noch weitere Fotos in der Galerie. Insgesamt ein supertoller Ort und absolut empfehlenswert. Übrigens war es eine sehr schlechte Idee, festes Schuhwerk anzuziehen und nicht ein Tanktop mitgenommen zu haben, denn es wurde ganz schön heiß.

Dank der fiesen Hitze habe ich auch beim zweiten Stopp, Chion-in, mich länger aufgehalten, als ich das eigentlich wollte. Zu reizvoll war die Aussicht, im Schatten rumzuliegen. Der Chion-in ist ein wichtiger Tempel der Jodo Shinshu, eine Schule des Buddhismus (des reinen Landes). Es heißt, dass Honen Shonin, Gründer der Jodo Shinshu, in diesem Tempel während der Hyakuman Nembutsu, eine Million Rezitationen des nembutsu, in diesem Tempel gewohnt hat. Eine Million Rezitationen? Na, hoffentlich hatte er ein Glas Wasser zur Hand und jemanden, der für ihn eine Strichliste gemacht hat. Der Überlieferung nach herrschte zu dieser Zeit eine Welle von Epidemien, die mit der Beendigung der eine Million Rezitationen des nembutsu ebenfalls aufhörte.

Ob das alles stimmt, das weiß ich nicht; sicher ist aber, dass an jedem 15. eines Monats auf dem Tempelgelände ein großer Flohmarkt stattfindet, der ziemlich beliebt zu sein scheint, vor allem aufgrund seiner entspannten Atmosphäre. Die meisten der Stände werden von Studenten der Universität Kyoto betrieben, die quasi auf der anderen Straßenseite liegt. Das Gelände an sich ist eigentlich “nichts besonderes”, sprich es gibt keine herausragenden Gärten oder so…dafür wird aber auch kein Eintritt verlangt, was von Studenten ebenfalls genutzt wird, um dort rumzuhängen.

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So sieht es im Chion-ji aus. Ein netter Ort, zudem liegt er auf dem Weg zum Ginkaku-ji, der eines der Hauptziele der meisten Touristen in Kyoto ist. Da ich ein guter Tourist bin, war jener Ginkaku-ji auch das nächste X auf meiner Karte. Das kann man auch ganz gut an den Massen an Menschen erkennen, die sich den Weg zum Ginkaku-ji hinauf drängen. Die Geschäfte entlang des Weges sind aber cool und bieten die üblichen Touristenfallen, aber auch höherwertige Waren und mehr als genug leckere Süßigkeiten. Die gefüllten Windbeutel in dem letzten Laden auf der linken Seite kann ich nur jedem ganz warm ans Herz legen!

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Fächer gab es in Hunderten verschiedener Muster, Formen und Farben, genau wie lauter leckere und ausgefallene Süßigkeiten.

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Das Logo des Ladens mit den Windbeuteln, in denen bestimmt ein ganzer Vanillepudding versteckt ist!

Für die neugierigen unter euch bietet die Webseite des Ginkaku-ji viele gute Informationen und eine virtuelle Tour an. Im Gegensatz zu vielen anderen englischsprachigen Webangeboten der verschiedenen Sehenswürdigkeiten Kyotos ist diese sehr gut gemacht und einen Besuch wert. Aber zurück zum Ginkaku-ji: wer einen silbernen Tempel erwartet, quasi als Gegenstück zum goldenen Kinkaku-ji, der wird enttäuscht sein. Nix ists mit Silber! Im Gegenteil…man konnte nicht einmal den Pavillon in seiner hölzernen, braun-weißen Pracht erleben, da dieser momentan von einem - silbernen - Gerüst umgeben ist. Das Dach und große Teile der Struktur sind über die Jahrhunderte so marode geworden, dass sie dringend eine Restauration benötigen, die leider zum Zeitpunkt meines Besuchs stattfand. Nichtsdestotrotz ist der Ginkaku-ji genial…der Sandgarten und die restliche Gartenanlage sind unglaublich schön. Ich würde gerne einmal den Sandgarten sehen, wenn er das Mondlicht auf die umliegenden Gebäude reflektiert. Der Anblick muss Atem beraubend sein.

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Der silberne Pavillion in all seiner Pracht…fast.

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Der Sandgarten und der restliche Garten des Ginkaku-ji entschädigten aber mehr als genug für den eingerüsteten Pavillon. Bermerkenswert war weiterhin, dass ich mich auch hier im Ginkaku-ji wieder mit Schulklassen ablichten lassen sollte :-D Tja ja…I’m popular with the kids!

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Sooo popular, no? Hello Yvonne :-D

Der Ginkaku-ji war also spektakulär. Voll mit Vanillepudding und Windbeutelmasse habe ich dann den Pfad der Philosophie beschritten. Nicht, weil ich in Verdauungsstarre angefangen habe, wirr zu fantasieren, sondern weil der Weg, der vom Ginkaku-ji entlang eines kleinen Flußes in Richtung Süden führt, so heißt: tetsugaku no michi. Seinen Namen hat er durch den berühmten japanischen Philosophen Nishida Kitaro erhalten, der hier oft spazieren ging. Auch wenn man sich für Philosophie kein Stück interessiert, sollte man den Weg auf jeden Fall entlang wandern, weil er nämlich extrem idyllisch und ruhig ist. Die vielen kleinen Cafés und Geschäfte, die beinahe durchweg hochwertige Handarbeiten verkaufen, laden zum Zwischenstopp ein, während auf der Ostseite z.B. der Honen-ji ein sehr lohnenswertes Ziel ist. Zur Zeit der Kirschblüte ist der tetsugaku no michi sicher der absolute Hammer, aber ebenso sicher dürfte es dann mit der Idylle vorbei sein.

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Der Eingang zum Honen-ji.

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Im Honen-ji.

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Idylle, lauter kleine Geschäfte, Cafés und interessante Häuser…das erwartet einen entlang des tetsugaku no michi. Hier lässt es sich definitiv aushalten, zudem wurden Erinnerungen an Kamakura wach. Noch mehr Bilder vom tetsugaku no michi, Honen-ji, Otoyo-jinja und so gibt es in der Galerie. Sightseeing war damit für diesen Tag beendet, denn ich mußte zum Bahnhof, um Yvonne dort abzuholen. Ja genau, es war eine Reunion des Dynamischen Duos angesagt. Mehr dazu aber beim nächsten Eintrag. Einen habe ich aber noch:

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Tiere warnen vor den Gefahren Japans: Hund (mit Helm), Affen, Elefant, Papagei (mit Helm). Dieses Mal geht es wieder um Waldbrand. Schade, ich verpeilte es, das Schild darüber mit aufs Foto zu bekommen, denn dort war die eigentliche Nachricht abgebildet: Kinder, falls ihr einen Waldbrand entdeckt, dann ruft alle zusammen “FEUER!!!”

So, bis dann.

Kyoto, Teil 3

63 Fotos

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Auf auf, weiter geht’s! Kyoto hat viel zu bieten, vor allem an der Tempelfront. Nicht weniger als 17 Stätten mit dem Status des Weltkulturerbe gibt es in Kyoto zu besichtigen. Eine davon, der Nishi Hongan-ji, konnte ich bereits gestern abhaken, für heute hatte ich mir drei weitere vorgenommen. Doch der Reihe nach. Unweit meines ryokan befindet sich der Tempelkomplex des Daitoku-ji, in dem es weitere interessante Subtempel zu besichtigen galt. Insgesamt 22 Subtempel hat der Daitoku-ji, der zu der Schule des Rinzai-Zen gehört. Von den 22 Subtempeln kann man nur die wenigsten besichtigen. Angefangen habe ich mit dem Daisen-in, der als einer der wichtigsten Subtempel gilt. Für mich war er jedoch eine herbe Enttäuschung, da man 500 Yen Eintritt zahlen muss, erst im Tempel darauf hingewiesen wird, dass man keine Fotos machen darf, und der Steingarten, für den der Tempel so berühmt ist, viel von seiner Schönheit eingebüßt hatte. Das Dach des Tempels wurde zu dem Zeitpunkt restauriert, weshalb in dem Steingarten und rings um das Hauptgebäude herum hässliche Stützen von Baugerüsten das Gesamtbild komplett verschandelten. Von Rabatten hatten die Mönche dort auch nichts gehört, wa? Egal, ich habe trotzdem Fotos gemacht, und zwar von den Gärten vor dem Daisen-in und vom Innern der Haupthalle.

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Voller Tatendrang am Morgen. Hier bin ich gerade an einem der Eingänge des Daitoku-ji Tempelkomplexes.

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Einer der Gärten, die sich so am Wegesrand tummeln und nicht mal zu den erwähnenswerten gehören, sprich man zahlt keinen Eintritt.

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Buh! Im Innern der Haupthalle des Daisen-in. Restaurierungsarbeiten durchzuführen und dennoch 500 Yen Eintritt zu verlangen ist nicht nett.

Nach der Enttäuschung namens Daisen-in ging es weiter in Richtung Ryogen-in. Auf dem Weg dorthin konnte ich noch die Hauptgebäude des Daitoku-ji bewundern, von denen mir auf mindestens ebenso wundersame Weise die Fotos abhanden gekommen sind. Macht ja nix…oder doch? Der Ryogen-in war im Gegensatz zum Daisen-in eine Wohltat mit seinen sehr stilvollen Gärten, die zudem auch nicht von Besuchern überrannt waren. Hier ließ es sich ausshalten und deswegen habe ich mir erstmal 15 Minuten Moos angeschaut. Klingt blöd, kann aber wirklich erfrischend (anders) sein.

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Zwei Impressionen aus dem Ryogen-in.

Voller Moos..äh Ruhe im Kopf ging es dann weiter zum Zuiho-in. Tja, welches Wort soll ich verwenden? Wunderschön habe ich schon so oft als Bezeichnung für die Qualitäten der verschiedenen Orte, an denen ich bisher war, verwendet. Aber es trifft nun mal zu…erneut.

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Wenn man sich ein bißchen mit den Details der Zen-Philosophie, die hinter der Art und Weise steht, wie die Tempel und Gärten angelegt wurden, beschäftigt, dann wird man mit netten Einsichten belohnt. Bevor man im Zuiho-in das eigentliche Tor zum Tempel durchschreitet, hat man einen kleinen Eingangsgarten durchquert, durch dessen Wege man insgesamt drei Mal “gedreht” wurde. Damit soll man daran erinnert werden, dass man gereist und nun angekommen ist und man dadurch beim geistigen Schritt von einer äußeren, formalen Welt hin zu einer inneren, spirituellen Welt unterstützt wird. Im Zuiho-in finden sich auch viele Hinweise auf den Einfluß des Christentums, das durch Spanier und Portugiesen in der Mitte des 16. Jh. in Japan bekannt wurde. Der Gründer des Tempels Otomo Sorin, konvertierte damals zum Christentum. Fast wie bei Dan Brown kann man in einem der Gärten, dem Garten des Kreuzes, in den Steinen, die sich dort befinden, ein asymmetrisches Kreuz entdecken, wenn man von der südöstlichen Seite auf den Steingarten schaut. In der Verlängerung der Vertikalachse des “Kreuzes”, hinter dem eigenen Standpunkt, befindet sich eine Steinlaterne, unter der eine Marienstatue vergraben ist. Spannend, oder?

Weil ich mich zu lange dort aufhielt, wurde die Zeit knapp und ich musste mich beeilen, um das angestrebte Programm erfüllen zu können. Den Koto-in ließ ich im wahrsten Sinne des Wortes links liegen, aber am Grab von Murasaki Shikibu, das in einem Hinterhof verborgen lag, habe ich mich unbedingt kurz verbeugen müssen. Danke, Madame, für dieses tolle Buch. Die englische Übersetzung von Seidensticker kann man hier herunterladen. Dieses Jahr ist außerdem das 1000-jährige (!) Jubiläum des Genji Monogatari. Ein guter Zeitpunkt, um sich eine deutsche Übersetzung zu kaufen!

Kultur en masse also in Kyoto, nun aber wieder Weltkultur, besser gesagt Weltkulturerbe. Eines der bekanntesten Fotomotive Japans dürfte mit Sicherheit der goldene Pavillion sein, der Kinkaku. Informell wird der Tempel, in dem er steht, als Kinkaku-ji bezeichnet, aber eigentlich ist es der Rokuon-ji. Haare will ich aber nicht spalten, aber dafür ein paar Fotos rausrücken.

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Ha! Na, wer hat davon schon mal ein Foto gesehen? Der Kinkaku gehört zu den Hauptattraktionen in Kyoto, deshalb werden die Touristen auch mit Muldenkippern herangekarrt.

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Sehr viele Schulklassen wurden hier im Minutentakt an den “scenic spots” vorbeigeschleust. Schnell posiert, ein V gemacht, und weiter ging es im Text. Mit der Truppe hier musste ich posieren, weil die mich kakkoiiiiii, also cool, fanden. Lol. Insgesamt ist der Rokuon-ji eine schöne Anlage, wenn man sich mit den Massen an Touristen arrangieren kann.

Allzu viel Zeit habe ich mir dort aber nicht gegönnt, sondern mich zum Nachbartempel, Ryoan-ji, aufgemacht. Der ist, ebenso wie der Rokuon-ji, Weltkulturerbe und besonders für seinen Steingarten berühmt. Da wurde auch nicht zuviel versprochen, denn der Ryoan-ji war nach dem Fushimi Inari der bisherige Höhepunkt in Kyoto. Solche Orte kann man schlecht beschreiben, man muss eigentlich mal dort gewesen sein und die Atmosphäre in sich aufsaugen. Glücklicherweise waren verhältnismäßig wenige Touristen da, deshalb habe ich dort auch entspannt, mich auf die Holzplanken des Tempels gelegt und den Steingarten angeschaut.

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Bam! Der Ryoan-ji kann einiges! Ich empfehle, entweder morgens früh oder am späten Nachmittag dorthin zu gehen, damit man die Massen an Touristen vermeiden kann und die Atmosphäre des Gartens besser auf sich wirken lassen kann. Weitere Fotos dieses tollen Tempels gibt es in der Galerie. Wer den Witz mit der Pagode versteht, der kann sich getrost zu den guten Menschen auf diesem Planeten zählen.

Durch den längeren Aufenthalt im Ryoan-ji, gepaart mit den nicht touristenfreundlichen Öffnungzeiten buddhistischer Tempel, konnte ich vom Ninna-ji, der ein paar Hundert Meter weiter “die Straße runter” zu finden ist, nur noch das imposante, aber leider geschlossene San-mon fotografieren. Ebenfalls ein Weltkulturerbe, werde ich ihn mir halt an einem anderen Tag anschauen, schließlich habe ich noch ein bissl Zeit.

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Einer der beiden Nio, zwei Könige, die als Wächterfiguren an den Eingängen von vielen buddhistischen Tempeln stehen. Die hätte ich gerne als Freunde.

Für den Rest des Tages machte ich noch einen SEHR ausgedehnten Spaziergang im kaiserlichen Park von Kyoto, der den Kaiserpalast umgibt. Der Park misst immerhin 1,3 x 0,7 Kilometer und ist somit mehr als groß genug, um mal eben mit dem Hündchen Gassi zu gehen. Um die späte Tageszeit war der Park fast menschenleer, nur hier und da verirrte sich mal ein Jogger in das riesige Gelände, oder eine der Polizeistreifen fuhr aufreizend langsam an mir vorbei, wobei ich genau gemustert wurde. Man ist ja schließlich in Alarmbereitschaft wegen des Terrors!

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Das Gelände ist wirklich riesig! Den Palast kann man nur besichtigen, wenn man sich vorher, ähnlich wie in Tokyo, anmeldet und seine persönlichen Daten wie Ausweisnummer usw. angibt. Da hatte ich gerade keine Lust zu, mal abgesehen davon, dass es schon zu spät dafür war. Übrigens hätte selbst der gute alte Snake hier mit seinem Radar arge Probleme, unentdeckt durchzukommen. Das Gelände ist mit Kameras verseucht! Im Park selber kann man prima joggen oder Baseball spielen, Tennisplätze gibt es ebenfalls. Die Tennisplätze waren total überfüllt, aber es war lustig zu sehen, wie die Oberschülerinnen aufhörten zu spielen und kicherten, weil ich am Zaun stand und zuschaute. Jede schickte die nächste vor, dass sie doch spielen möge…hahaha! Kein Witz! Jaja…immer diese Ausländer, ne.

Nach gefühlten 50 km Fußmarsch in Flip-Flops kehrte ich ziemlich platt in mein ryokan zurück.

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Gute Nacht!

Kyoto, Teil 2

49 Fotos

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Hisashiburi ne…ja ich habe lange nichts von mir hören lassen, weil ich lange Zeit unterwegs war, und zwar in Kyoto, Nara, Himeji und Osaka. Nach dem alltäglichen Sightseeing-Marathon bin ich abends nur noch todmüde ins Bett gefallen, weshalb sich ein Update des Blogs und Mails arg verspätet haben. Besser spät als nie, oder? Deshalb werde ich jetzt ein massives Blogupdate mit diesem Eintrag beginnen, will aber vorher noch etwas anmerken:

1. Es wird viele Bilder aus Tempeln und Schreinen geben

2. Die Qualität der Bilder ist nicht so berauschend, weil meine 5 Jahre alte 3-Megapixel-Kamera zum Einsatz kam

Also, los geht’s!

Wie der Titel schon sagt, bin ich in Kyoto angekommen. Kyoto, das ist die Stadt, die für die längste Zeit die offizielle Hauptstadt Japans war und, wenn man den Japan besuchen sollte, als Ausflugsziel mindestens so wichtig sein sollte wie Tokyo. Tokyo habe ich ja schon zum Teil abgegrast und ich werde dort noch mal ein paar Tage verbringen, wenn mich mein jüngerer Bruder besuchen wird. Von Tokyo aus bin ich mit dem Nachtbus nach Kyoto gefahren. Jedes Mal, wenn ich mit dem Langstreckenbus fahre, sehe ich die positiven Seiten des - von den Japanern vermutlich nicht als solchen empfundenen - japanischen Rassismus’. Rassismus? Jaja, jeden Tag gibt es lauter Kleinigkeiten, durch die mir vor Augen geführt wird, dass ich Ausländer bin. Achtung, ab jetzt wird kurz gelästert, aber ich habe bisher so viele gute Sachen geschrieben, da werde ich mir das mal kurz erlauben dürfen ;-) Ach ja, ich möchte dadurch nicht “die Japaner” über einen Kamm scheren, sondern lediglich meine Erfahrungen schildern.

1. Es war in den meisten Fällen vollkommen gleich, ob ich Japaner auf Japanisch angesprochen habe oder nicht, sie haben versucht, auf ihr eigenes Englisch, das oftmals deutlich schwächer als mein Japanisch war - umzuschalten.

2. Wenn irgendwelche Leute Prospekte, Taschentücher, oder Rabatte für irgendwelche Restaurants, Bars oder Clubs verteilt haben, wurde ich in 90% der Fälle ignoriert. Vor mir gingen Japaner und wurden angesprochen, dann kam ich und es herrschte Stille, hinter mir wurden die Leute wieder angesprochen.

3. Es kam vor, dass ich am Eingang zu Restaurants mit der Begründung abgewiesen wurde, dass das Restaurant voll sei. Das Gegenteil war der Fall, aber auch im Lonely Planet wird man auf Etablissements hingewiesen, die Ausländer nicht bewirten und somit auf solch ein Verhalten vorbereitet. Es scheint also durchaus “normal” zu sein.

4. Wenn ich in ein onsen kam, vor allem wenn es ein kleines war, dann war seitens der anwesenden Japaner ein baldiges Verlassen zu erwarten. Das galt auch für öffentliche Bäder in Hotels und dergleichen. Nein, ich habe noch kein Tattoo. Nein, ich gehe nicht mit Shampoo ins Bad und ich habe auch keine Scheisse am Rücken oder so. Ich könnte mir das ja auch einbilden, d.h. vielleicht wollten die Leute eh gehen, aber wenn ich schon im Bad sitze, Leute kommen, mich sehen, und unverrichteter Dinge das onsen wieder verlassen, obwohl sie Eintritt gezahlt haben, dann empfinde ich das schon als merkwürdig.

Das sind nur ein paar der alltäglichen Dinge, die ich als negativ empfinde. “Positive” Auswirkungen des alltäglichen Rassismus wären, wenn man denn so will, beispielsweise die oben erwähnte Tatsache, dass ich in den Nachtbussen grundsätzlich einen Einzelplatz bekomme. In diesem Fall will ich nicht meckern, weil es so doch bequemer für mich ist. Andererseits wird so natürlich die Chance gemindert, zufällig neben einer unglaublich heißen Japanerin zu landen und mich in der heimischen Sitte des chikan zu versuchen ;-)

Ein anderes Beispiel ist, dass ich in Clubs nicht gecheckt wurde. Während die Japaner vor und nach mir auf Waffen überprüft wurden, wurde ich ausgelassen und durchgewunken. Des Weiteren kann man darüber streiten, ob der - tatsächlich existierende - Gaijin-Bonus ein Fluch oder Segen ist. Es ist zwar irgendwie auch lustig, wenn sich wildfremde Menschen mit einem fotografieren lassen wollen oder ich von vielen Frauen angesprochen werde, aber es nervt auch kolossal, wenn im Schwimmbad die Kinder um mich rumlaufen und die Mütter, die ihre Kinder beim Schwimmunterricht beobachten sollten, eher mich beobachten. Das ist übrigens kein Quatsch…probiert es einfach selbst mal aus. Ich habe mir angewöhnt, die Leute darauf hinzuweisen, dass das hier kein Streichelzoo ist…kein Witz. “Oh lasst uns mal die Haare des Ausländers anfassen! Zeig uns deine Arme! Zeig uns deinen Bauch! Zeig uns deine Augen! Kawaii! Kakkoi!” Oh Mann, das klingt so abgehoben, wenn ich das lese…aber es ist wirklich so und mal nervt es, mal ist es cool.

Ja, soweit zum kleinen Ausflug in meine Gedankenwelt. Weiter geht es aber mit den wichtigen Dingen, also Kyoto und somit zahllosen Sehenswürdigkeiten. Alleine die Zahl der Tempel und Schreine beläuft sich auf über 2000 (!). Im Lonely Planet steht geschrieben, dass man auch nach mehreren Jahren als Bewohner Kyotos noch neue Dinge entdecken kann, und ohne allzu sehr zu spoilern, ich glaube, dass das stimmt. Man muss als Tourist mit einem straffen Zeitplan ausstaffiert sein, damit man einigermaßen etwas von der Stadt zu sehen bekommt, wenn man nur fünf Tage Zeit hat. Einen wirklich straffen Zeitplan hatte ich aber nicht, eigentlich hatte ich überhaupt keinen Plan von Kyoto, bevor ich dort morgens um 6.30 Uhr ankam. Mein unglaublich schweres Gepäck habe ich erstmal in einem Schließfach verstaut und mich dann bei McDonalds an die Planung gemacht. Der Bahnhof Kyoto ist schon die erste Attraktion gewesen. Ein futuristisch wirkender Palast aus Glas und Stahl, über den die Kyotoer geteilter Meinung sind. Wenn man den Bahnhof verlässt und ihn von außen betrachtet, dann versteht man auch schnell, warum das der Fall ist. Irgendwie vermutet man so ein Gebäude eher in den pulsierenden Gegenden Tokyos, also vielleicht in Shinjuku oder in Odaiba. Zu den umliegenden Gebäuden will er jedenfalls nicht so recht passen. Mir hat er ganz gut gefallen…

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Yay! Da bin ich in der alten Kaiserstadt!

Lustig war dann folgendes: ich habe mir ob der vielen Kameras, die sich im Bahnhof befanden, einen kleinen Spaß erlaubt und die Kameras fotografiert, sowie meine Tasche unterhalb einer Kamera platziert.

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Das war wohl ein Fehler, denn wie ein weiteres Bild aus der Reihe “Tiere weisen auf die Gefahren Japans hin” zeigt, war die Polizei in Kyoto zu dem Zeitpunkt in besonderer Alarmbereitschaft:

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Tja, was ist es für ein Tier? Keine Ahnung, aber auf jeden Fall hat es seine Augen und Antennen auf Terrorgefahr ausgerichtet! Zufall oder nicht, vor dem Bahnhof kamen zwei Typen, die in Anzüge gekleidet waren, auf mich zu, und gaben sich als Polizisten zu erkennen. Sie wollten einiges von mir wissen, woher ich denn käme, was ich denn wolle und so weiter. Hintergrund des Ganzen war und ist der bevorstehende Gipfel der G8-Außenminister in Kyoto am 26. und 27.6. Da will man sich verständlicherweise von seiner besten Seite zeigen. Nun ist mein Bartwuchs aber nicht allzu Besorgnis erregend und deshalb konnte ich unverrichteter Dinge weitergehen, durfte aber kein Foto von den Herren machen…undercover und so! Dafür habe ich ein Foto vom tollsten Fahndungsplakat gemacht, das jemals das Licht der Welt erblickt hat.

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Lol?

Ich habe keine Ahnung, was an mich wie einen potentiellen Terroristen wirken lässt, aber in Paris ist mir ja auch ähnliches widerfahren, außer dass die französischen Kollegen deutlich weniger Fingerspitzengefühl im Umgang mit meinem Gepäck bewiesen, als sie mit ihren UZIs darin herum rührten. Natürlich fühle ich mich jetzt viel sicherer in Japan, weiß ich doch, dass die japanische Polizei im Hintergrund arbeitet und alles sieht. Im elften Stock des Bahnhofs habe ich noch einen tollen Platz entdeckt, die “Happy Terrace”. Gott, was war ich da glücklich!

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I’m sooo happy! Glücklich steuerte ich dann mein erstes Ziel an, der Higashi Hongan-ji, der sich ungefähr 10 Minuten nördlich des Hauptbahnhofs befindet und vor allem durch seine gigantische “Gründerhalle”, Goei-do, aufzufallen weiß. Der Higashi Hongan-ji ist der Haupttempel des Otani-ha Zweigs des Jodo-Shinshu, dessen Gründer/Stifter Shinran ist. Leider hatte ich Pech, denn die riesige Gründerhalle wird momentan restauriert. Das Gebäude datiert auf 1895 zurück, misst 76 x 58 x 38 m, die Zahl der Kacheln auf dem Dach beläuft sich auf knapp über 176000…ein ganz schöner Brocken also! Auf dem Foto kann man die Ausmaße anhand des tschernobyl-esken (eine schöne Kreation?) Sarges gut erkennen.

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Im Vordergrund ist das Goei-do mon zu sehen, im Hintergrund die verdeckte Goei-do. Im Tempel kann man sich noch eine interessante Ausstellung anschauen, wo unter anderem ein Seil präsentiert wird, das aus Haar besteht, das Gläubige zur Zeit der Neuerrichtung der Halle (1895) gespendet hatten, weil Seile damals minderwertiger Qualität waren und Menschenhaar sich zur Herstellung höherwertiger Seile sich bestens eignete.

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So in etwa sah das auch aus, als ich den Abfluß der Dusche meiner alten Wohnung gesäubert hatte, kurz nachdem ich da eingezogen war. Bemerkenswert ist im Higashi Hongan-ji noch der neue Anbau, der auch als Kulisse für das Hauptquartier eines Bösewichts in einem James Bond Film hätte dienen können.

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Futuristisch und cool! Weitere Fotos des Higashi Hongan-ji gibt es natürlich in der Galerie. Unweit des Higashi Hongan-ji befindet sich der Shosei-en, ein kleiner, aber feiner Garten, der eigentlich zum Higashi Hongan-ji gehört und die 500Yen Eintritt definitiv wert ist, alleine schon für das wunderschön gestaltete Informationsheft, das man beim Eintritt erhält.

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Wie die Fotos erkennen lassen, war das Wetter nicht so richtig gut, d.h., es fing an zu regnen. Bei Sonne und vor allem im Frühling oder im Herbst dürfte der Garten noch eine ganze Menge mehr hermachen. Den Higashi Hongan-ji hatte ich nun besichtigt, also war der Schwestertempel, der Nishi Hongan-ji, logischerweise das nächste Ziel. Selbiger gilt, trotz seiner geringeren Ausmaße, als der wichtigere und schönere der beiden Tempel, weil sich dort viele Nationalschätze befinden und er zudem Weltkulturerbe ist. Die Anlage der beiden Tempel ist ziemlich ähnlich, aber im Design der Gebäude, vor allem im Detailgrad der Verzierungen lassen sich deutliche Unterschiede ausmachen.

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Die schöne Verzierungen an einem der Tore sind gut zu erkennen, genau wie die Regentropfen auf dem folgenden Bild:

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Verdammt! Die Wolken setzen ihr ijime fort und lassen mich nicht in Ruhe, aber ein japanischer Sommerregen ist schon etwas anderes als ein fieser, nasskalter Nieselregen in Deutschland. Daher war es gar nicht so schlimm, sondern ich dachte mehr an “English Summer Rain” von Placebo. Dennoch hatte ich keine richtige Lust, im Regen spazieren zu gehen, deshalb habe ich mich erst mal wieder am Bahnhof umgeschaut und dort das “Kyoto Atom” entdeckt, ein Geschäft/Mini-Museum, das sich gänzlich dem Werk von Tezuma Osamu verschrieben hat. Der Name sagt den meisten wahrscheinlich nichts, aber vielleicht kennt der ein oder andere “Astro Boy”.

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Links, das ist Astro Boy. Eine weitere bekannte Schöpfung Tezamus ist “Black Jack”.

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Das ist übrigens nicht der Black Jack, von dem ich rede, wenn ich Black Jack im Zusammenhang mit Drogen und Nutten erwähne :-)

Beim Verlassen des Kyoto Atom konnte ich noch japanische Schüler bei einer Klassenfahrt beobachten. Alle mussten sich ordentlich auf den Boden setzen und den Anweisungen der Lehrer lauschen. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie so etwas in Deutschland ablaufen sollte, wenn sich 100 pubertierende Rütli-Schüler vor dem Berliner Hauptbahnhof auf den Boden setzen sollen, begleitet von lediglich 4 Lehrern…Mission Impossible.

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Zwecks Dramatisierung habe ich davon ein Schwarz-Weiß-Foto gemacht. Sehr liebenswert sah das aus und alle waren so brav.

Doch weiter ging es im Sightseeing-Marathon. Der Fushimi Inari-Taisha ist bestimmt einer der am meisten fotografierten Orte ganz Japans. Die Tausende scharlachroter torii hat bestimmt der ein oder andere schon mal auf einem Foto oder in einem Bericht über Japan gesehen. Als einer der ältesten und bedeutendsten Schreine Kyotos strömen auch jedes Jahr Millionen von Japaner zum Neujahrsfest zu diesem Schrein. Wikipedia sagt, dass es 2006 fast 2,7 Millionen Leute in 3 Tagen waren. Krass, vor allem wenn ich an die teilweise engen Pfade denke, die auf und um den Berg herum führen. Die interessante Geschichte des Schreins könnt ihr in Auszügen hier nachlesen. Was ihr dort nicht nachlesen könnt, ist, wie unglaublich gut die Atmosphäre dort war. Obwohl das Wetter immer schlechter wurde und es beständig regnete, war vielleicht gerade dieses Wetter und die daraus resultierende, relative Dunkelheit, das Geniale. Die Atmosphäre wurde düster und der Wald unheimlich, besonders von dem Punkt an, als die Lampen, die entlang der Pfade aufgestellt sind, eingeschaltet wurden.

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Das Eingangstor zum Fushimi Inari-Taisha.

Zum Vergleich habe ich mal ein Foto vom Schrein zum Neujahrsbeginn hochgeladen.

Krass, oder? Am Tag, als ich dort war, waren nur wenige Leute da und die allerwenigsten haben sich auf den Weg gemacht, die Schreine, die auf den drei höchsten Punkten liegen, zu besuchen. Ich bin den gesamten Weg um den Berg herum gegangen und kann nur sagen, dass es fantastisch war. Wer mal in Kyoto sein sollte, der MUSS sich diesen Ort anschauen!

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Im Bild unten in der Mitte ist der Haupteingang und der Hauptteil des Schreins zu sehen, und wie ihr erkennen könnt, führen Pfade auf den Berg, die von zahllosen torii gesäumt sind.

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Die schwachen Fotos können die Atmosphäre auch nicht so richtig wiedergeben. Ich habe in der Galerie noch ein paar Fotos mehr untergebracht und zusätzlich noch drei Videos gemacht. Da der Sensor der Kamera nicht sonderlich lichtstark ist, müsst ihr die Helligkeit eures Bildschirms oder des jeweiligen Videoplayers erhöhen. So könnt ihr mehr erkennen.

Video: Inari: Friedhof? Ganz oben angekommen? (14 MB)
Video: Inari: Unheimlich! (11 MB)
Video: Inari: Abstieg und torii, torii (8 MB)

Obwohl es immer stärker regnete und ich am Ende ziemlich durchnässt war, kehrte ich völlig zufrieden zum Bahnhof zurück, weil der gesamte Schrein so beeindruckend war. Sebimaru, ich hab an dich und dein Foto gedacht. Nächstes Mal machen wir das zusammen, ne?

Mit nassen Füßen, gemein viel Gepäck und bei Regen, der nicht enden wollte, machte ich mich dann auf zu meinem ryokan, was ich nach einer kurzen, aber frustrierenden Irrwanderung durch dunkle, japanische Nachbarschaften fand. An dieser Stelle noch ein großes Lob und Danke an Taniguchi-san, der Besitzer des ryokan und mit Sicherheit einer der nettesten Menschen der Welt.

Weitere Einträge werden folgen, aber momentan habe ich nicht so viel Zeit und deshalb werde ich nicht ganz so viel schreiben, habe dafür aber umso mehr Fotos mit Erläuterungen in die Galerien gepackt. Viel Spaß damit.

Kyoto

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